{"id":302,"date":"2012-03-17T11:11:27","date_gmt":"2012-03-17T11:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/?page_id=302"},"modified":"2012-03-23T07:22:45","modified_gmt":"2012-03-23T07:22:45","slug":"die-kapelle-der-furstenwitwe-hedwig-in-bernburg-als-zeugnis-fur-ein-bewegtes-kapitel-anhaltischer-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/die-kapelle-der-furstenwitwe-hedwig-in-bernburg-als-zeugnis-fur-ein-bewegtes-kapitel-anhaltischer-geschichte\/","title":{"rendered":"Die Kapelle der F\u00fcrstenwitwe Hedwig in Bernburg als Zeugnis f\u00fcr ein bewegtes Kapitel anhaltischer Geschichte"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/wolfgangsstift.jpg\" rel=\"lightbox[302]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-304\" title=\"wolfgangsstift\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/wolfgangsstift.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/wolfgangsstift.jpg 600w, https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/wolfgangsstift-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/wolfgangsstift-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/h2>\n<h2>Das Wolfgangsstift<\/h2>\n<p>Am Bergst\u00e4dter Louis-Braille-Platz befindet sich das st\u00e4dtische Wohnheim \u201eWolfgangsstift\u201c<span class=\"footnote_referrer\"><a role=\"button\" tabindex=\"0\" onclick=\"footnote_moveToReference_302_1('footnote_plugin_reference_302_1_1');\" onkeypress=\"footnote_moveToReference_302_1('footnote_plugin_reference_302_1_1');\" ><sup id=\"footnote_plugin_tooltip_302_1_1\" class=\"footnote_plugin_tooltip_text\">[1]<\/sup><\/a><span id=\"footnote_plugin_tooltip_text_302_1_1\" class=\"footnote_tooltip\">Dieser Text entstand f\u00fcr unsere Neujahrsgru\u00dfkarte 2011 und enth\u00e4lt keine Fu\u00dfnoten. Als Quellen dienten unter anderem:\u00a0Suhle, Hermann (1912): F\u00fcrstin Hedwig, geb. Herzogin von Sagan, Gemahlin&nbsp;&#x2026; <span class=\"footnote_tooltip_continue\"  onclick=\"footnote_moveToReference_302_1('footnote_plugin_reference_302_1_1');\">Continue reading<\/span><\/span><\/span><script type=\"text\/javascript\"> jQuery('#footnote_plugin_tooltip_302_1_1').tooltip({ tip: '#footnote_plugin_tooltip_text_302_1_1', tipClass: 'footnote_tooltip', effect: 'fade', predelay: 0, fadeInSpeed: 200, delay: 400, fadeOutSpeed: 200, position: 'top center', relative: true, offset: [-7, 0], });<\/script>.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig an dem Haus, dass sich heute als dreifl\u00fcgelige Anlage zeigt, sind seine dicken Bruchsteinmauern, die es als \u00e4ltestes Geb\u00e4ude dieses Platzes kennzeichnen.<\/p>\n<p>Wenn man vom Innenhof aus den Hauptfl\u00fcgel betrachtet, erkennt man in der Fassade vermauerte gotische T\u00fcr- und Fenster\u00f6ffnungen. Eine Inschriftentafel kl\u00e4rt dar\u00fcber auf, dass hier F\u00fcrstin Hedwig von Sagan im Jahr 1480 die St. Wolfgangskapelle errichten lie\u00df.<\/p>\n<p>Besser bekannt war der Louis-Braille-Platz vielen Bernburgern noch vor wenigen Jahrzehnten als \u201eWaisenhausplatz\u201c, denn die ehemalige sp\u00e4tgotische Wallfahrtskapelle der letzten F\u00fcrstin der \u00e4lteren Linie der Bernburger Askanier, wurde 1704 von F\u00fcrst Viktor Amadeus zu einem Waisenhaus umgebaut.<\/p>\n<p>Im Jahr 1773 wurde dieses aufgel\u00f6st, der Bau um zwei Seitenfl\u00fcgel erweitert und von nun an als Gef\u00e4ngnis und Unterbringungsort f\u00fcr geistig Behinderte genutzt.<\/p>\n<p>Der heutige Name \u201eWolfgangstift\u201c geht auf die Nutzung als Altenheim zur\u00fcck. Diesen Namen, der sich auf den F\u00fcrsten Wolfgang von Anhalt-K\u00f6then (1492-1566) bezieht, erhielt das Geb\u00e4ude, nachdem die geistig behinderten Insassen in die im Jahr 1875 gegr\u00fcndete \u201eHerzogliche Landes-Heil- und Pflegeanstalt f\u00fcr Geisteskranke zu Bernburg\u201c verlegt worden sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_305\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/Tafel-Wolfgangskapelle.jpg\" rel=\"lightbox[302]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-305\" class=\"size-full wp-image-305\" title=\"Tafel-Wolfgangskapelle\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/Tafel-Wolfgangskapelle.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"423\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/Tafel-Wolfgangskapelle.jpg 600w, https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/Tafel-Wolfgangskapelle-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/Tafel-Wolfgangskapelle-425x300.jpg 425w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-305\" class=\"wp-caption-text\">Inschriftentafel \u00fcber der gotischen Einganspforte der St. Wolfgangskapelle (heute St\u00e4dtisches Wohnheim \u201eWolfgangstift\u201c am Louis-Braille-Platz) mit dem Wortlaut*: \u201eHedwig, von Gottes Gnaden geborne Herzogin von Sagan, F\u00fcrstin zu Anhalt, Frau zu Bernburg, Wittwe. Nach Christi Geburt 1480 Jahre am Sonntag nach Johannes Babt. wurde erst angelegt diese Kapelle S. Wolfganges. (*Hochdeutsche \u00dcbertragung nach Suhle 1912, Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Bergstadt Bernburg.)<\/p><\/div>\n<h2>Hedwig von Sagan<\/h2>\n<p>Hedwig von Sagan (1410\/22-1497) war die Frau des letzten F\u00fcrsten der \u00e4lteren Bernburger Linie der Askanier, Bernhard VI. (um 1385\u20131468). Mehr als 50 Jahre dauerte ihr Streit mit den anderen F\u00fcrstenlinien des Hauses Anhalt um ihre Bernburger Besitzt\u00fcmer. Dabei wurden neben allen umliegenden politischen Gewalten Mitteldeutschlands auch Kaiser und Papst in die Auseinandersetzung einbezogen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die verbliebenen F\u00fcrstenlinien im 15. Jh. in einer tiefen Krise befanden, zu deren \u00dcberwindung nach 1450 sie zu neuen Herrschaftskonzepten gezwungen wurden, kam es zu existenziellen Interessenkonflikten um das Erbe des Bernburger Besitzes.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Grund, warum es zu keiner g\u00fctlichen Einigung kommen konnte, lag auch darin begr\u00fcndet, dass scheinbar eine weibliche Regentin nicht als gleichwertiger Verhandlungspartner akzeptiert wurde. Doch Hedwig hielt z\u00e4h an dem ihr zustehenden Besitz fest und zeigte sich dabei als verantwortungsvolle und f\u00e4hige F\u00fcrstin.<\/p>\n<h2>Ausf\u00fchrliche Hintergrundinformationen<\/h2>\n<div id=\"attachment_341\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-01.jpg\" rel=\"lightbox[302]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-341\" class=\"size-medium wp-image-341\" title=\"20080611-01\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-01-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-01-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-01.jpg 375w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-341\" class=\"wp-caption-text\">Saganisches Wappen an der Inschriftentafel.<\/p><\/div>\n<p>Hedwig von Sagan geh\u00f6rt zu den umstrittensten Pers\u00f6nlichkeiten der Anhaltischen Geschichte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sie von dem Chronisten Beckmann in seiner im Jahr 1710 erschienenen \u201eHistorie des F\u00fcrstenthums Anhalt\u201c als \u201eeigensinniges Frauenzimmer\u201c bezeichnet wurde, die sich sogar \u201ewiederwillig\u201c gegen den Kaiser gezeigt h\u00e4tte, stellte sie der Autor Gustav Sommer in einer im Jahr 1916 erschienenen und von der adligen Familie Trotha finanzierten Arbeit als Opfer der geldgierigen und st\u00e4ndig finanzschwachen anhaltischen Verwandten dar.<\/p>\n<p>Eine Arbeit des f\u00fcr die Bernburger Stadtgeschichte verdienten Autors Hermann Suhle aus dem Jahr 1912 versuchte sich erstmalig sachlich mit der Person der F\u00fcrstin Hedwig auseinanderzusetzen. Die dient auch als Quelle f\u00fcr diesen Text und bietet sich als Ausgangspunkt f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschungen zu diesem hochinteressanten Thema an.<\/p>\n<h2>Hedwig als Ehefrau des letzten Bernburger F\u00fcrsten der \u00e4lteren Linie<\/h2>\n<p>Nach dem Tod seiner ersten Gemahlin verm\u00e4hlte sich der letzte Vertreter der alten Bernburger Linie, F\u00fcrst Bernhard VI. (um 1385\u20131468) im Jahr 1433 mit der Tochter Hedwig (1410\/22-1497) des Herzogs Johann I. von Sagan (1385-1439) aus dem Geschlecht der Schlesischen Piasten.<\/p>\n<div id=\"attachment_342\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-04.jpg\" rel=\"lightbox[302]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-342\" class=\"size-medium wp-image-342\" title=\"20080611-04\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-04-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-04-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-04.jpg 375w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-342\" class=\"wp-caption-text\">Anhaltisches Wappen ohne Rautenkranz.<\/p><\/div>\n<p>Bernhard stattete seine junge Frau als Leibgedinge mit umfangreichen G\u00fctern und Einnahmen aus. Ein solches Leibgedinge diente der Sicherung des Unterhalts adliger Ehefrauen und als Witwenversorgung beim Tod des Ehemannes und war \u00fcblicherweise Bestand des Ehevertrages. Der Umfang der Versorgungsleistungen entsprach laut Suhle durchaus den Gepflogenheiten, wurde aber bereits im Jahr 1439 durch weitere Zuwendungen ihres Ehemannes noch erweitert.<\/p>\n<p>Da Bernhard VI. \u00fcber keine Nachkommen verf\u00fcgte, traten schon im Jahr 1444, und damit noch zu seinen Lebzeiten, Streitigkeiten zwischen den F\u00fcrsten Adolf I. von Anhalt-K\u00f6then (1423-1473) und dessen Vetter Georg I. von Anhalt-Zerbst (1390-1474) um das zu erwartende Bernburger Erbe ein.<\/p>\n<p>Als Resultat dieser Auseinandersetzung kam es zu gegenseitigen Vertr\u00e4gen und Abkommen der \u00fcbrigen anhaltischen Linien, die in Folge zunehmend Hedwigs Anspr\u00fcche auf die ihr zustehenden Eink\u00fcnfte und ihr kommendes Erbe bedrohten: Die Br\u00fcder Adolf I. und Albrecht (1421-1475) und ihr Vetter Georg I. schlossen im Jahr 1460 mit dem Magdeburger Erzbischof Friedrich von Beichlingen (+1464) einen Vertrag, nachdem sie, falls sie die Herrschaft Bernburg erhalten sollten, diese dem Erzbistum \u00fcbertragen wollten.<\/p>\n<p>Das Erzbistum sollte ihnen den Bernburger Besitz, sobald sie diesen erlangt haben, sofort als Lehen zur gesamten Hand und die Anwartschaft auf das Bernburger Erbe daraufhin an den F\u00fcrsten Georg I. von Anhalt-Zerbst \u00fcberschreiben und sobald dieser starb, auf die Br\u00fcder Adolf I. und Albrecht von Anhalt-K\u00f6then \u00fcbertragen. Falls auch diese erbenlos sterben w\u00fcrden, sollte die Herrschaft Bernburg an das m\u00e4chtige Erzbistum fallen. Gleichzeitig teilten die F\u00fcrsten ihren Besitz. Die F\u00fcrsten Adolf I. und Albrecht sollten Zerbst und alles was jenseits der Elbe liegt erhalten und F\u00fcrst Georg I. den Besitz diesseits der Elbe.<\/p>\n<p>Immerhin hatte F\u00fcrst Bernhard VI. von Bernburg zu diesem Zeitpunkt noch 8 Lebensjahre vor sich und die Rechte seiner Frau Hedwig auf ihr Leibgedinge spielten bei den Planungen der \u00fcbrigen anhaltischen F\u00fcrsten keine Rolle.<\/p>\n<p>Zwei Tage nach dem Tod des Erzbischofs Friedrich von Beichlingen, am 13. November 1464 \u00fcbertrug Bernhard seiner Frau Hedwig auch die Burg Bernburg mit beiden St\u00e4dten (Alt- und Neustadt) und weiteres Zubeh\u00f6r seines Besitzes zu ihrem Leibgedinge.<\/p>\n<p>Als Schutz f\u00fcr den Besitz seiner Frau, auch nach seinem Tod, griff F\u00fcrst Bernhard VI. nun ebenfalls auf die Macht des Erzbistums Magdeburg zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nach dem Tod des Erzbischofs Friedrich von Beichlingen, trat im Jahr 1466 Johann von Pfalz-Simmern (1429-1475) die Nachfolge im Amt des Magdeburger Erzbischofs an.<\/p>\n<p>F\u00fcrst Bernhard VI. \u00fcbertrug im Jahr 1466 den Bernburger Besitz dem Erzbistum und empfing diesen und damit auch Hedwigs Leibgedinge, sofort wieder als erzbisch\u00f6fliches Lehen an sich und die \u00fcbrigen anhaltischen F\u00fcrsten zur gemeinsamen Hand zur\u00fcck. Seine Gemahlin Hedwig erlangte damit von Erzbischof Johann die Best\u00e4tigung f\u00fcr ihr Leibgedinge, wor\u00fcber der Erzbischof als Lehnsherr auch nach dem Tode des F\u00fcrsten Bernhards wachen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>F\u00fcrst Georg I. sah sich durch die Handlungen Bernhards um seine Erbanspr\u00fcche auf den Bernburger Besitz gebracht. Er berief sich auf einen bereits im Jahr 1444 gegen\u00fcber ihm und den \u00fcbrigen anhaltischen F\u00fcrsten erfolgten Huldigungsakt der Bernburger Untertanen, der ihm damals im Gegenzug f\u00fcr Sicherungszusagen bez\u00fcglich des Hedwigs Leibgedinges durch Bernhard einger\u00e4umt wurde und zwang den Bernburger F\u00fcrsten, der zu dieser Zeit das 80. Lebensjahr \u00fcberschritten haben mochte, vor das Gericht des Freistuhls zu Bist im heutigen Stadtgebiet von Lemgo in Niedersachsen.<\/p>\n<p>Nur wenig sp\u00e4ter, am 05. Januar 1468 starb Bernhard VI., der letzte F\u00fcrst der alten Anhalt-Bernburger Linie und wurde vermutlich in der Klosterkirche Nienburg bestattet.<\/p>\n<h2>Griff zur Gewalt<\/h2>\n<div id=\"attachment_343\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-02.jpg\" rel=\"lightbox[302]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-343\" class=\"size-medium wp-image-343\" title=\"20080611-02\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-02-180x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-02-180x300.jpg 180w, https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-02.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-343\" class=\"wp-caption-text\">Reste eines gotischen Fensters der Kapelle.<\/p><\/div>\n<p>Sofort nach seinem Tod nahm F\u00fcrst Georg I. die beiden Bernburger St\u00e4dte (Alt- und Neustadt) mit mehreren Hundert Reitern ein und besetzte auch andere ehemalige Besitzt\u00fcmer des verstorbenen Bernburger F\u00fcrsten.<\/p>\n<p>Nun begannen, unter Vermittlung des Lehnsherren Erzbischof Johann Verhandlungen, die als Ergebnis Hedwig den Besitz der Burg und Georg I. die Verf\u00fcgung \u00fcber die St\u00e4dte Bernburg, den \u00fcbrigen Besitz, wie auch die Einnahmen aus den Abgaben der Bernburger St\u00e4dte aber, wie im Vertrag zwischen dem Bernhard VI. und dem Erzbistum vereinbart, der F\u00fcrstenwitwe Hedwig zusicherten. Weitere, teils komplizierte Regelungen, sollten das Zusammenspiel der beiden Kontrahenten bei der Verwaltung des geteilten Bernburger Besitzes erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Dass der Erzbischof nicht sch\u00e4rfer gegen die gewaltsame Einnahme des ihm laut Vertrag geh\u00f6renden Besitzes durch Georg I. vorging, f\u00fchrt Suhle auf die entgegenkommende Haltung Hedwigs in den Verhandlungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nun erhoben aber auch die F\u00fcrsten von Mansfeld, als Verwandte der anhaltischen F\u00fcrsten gegen\u00fcber Georg I. Anspruch auf das Bernburger Erbe. Unter Einbeziehung Kaiser Friedrichs III. (1415-1493) kam es zu einem Gerichtsprozess, bei dem es Georg nur dadurch gelang die Anspr\u00fcche der Mansfelder abzuwehren, indem er Bernburg als Besitz des Erzbistums anerkannte. Im Jahr 1470 best\u00e4tigte der Kaiser die Schenkung des Bernburger Besitzes und damit den Vertrag Bernhards aus dem Jahr 1466. Das Leibgedinge der F\u00fcrstin Hedwig trat aber in der Best\u00e4tigung des Kaisers nicht auf. Suhle vermutet hinter der f\u00fcr Hedwig ung\u00fcnstigen Konstellation den Einfluss Georgs I.<\/p>\n<p>Da sich aber die Verhandlungen weiter hinzogen und auch zu Einspr\u00fcchen der Partei Georgs I. f\u00fchrten, ist anzunehmen, dass Erzbischof Johann, als im Vertrag bestimmter Vormund Hedwigs, ihre Anspr\u00fcche gegen\u00fcber den \u00fcbrigen Linien verteidigte.<\/p>\n<p>F\u00fcrst Georg I. \u00fcbertrug die Herrschaft Bernburg zu gleichen Teilen auf seine S\u00f6hne Woldemar VI. von Anhalt-K\u00f6then (1450-1508), den Vater des bedeutenden F\u00fcrsten Wolfgang (1492-1566) und seinen j\u00fcngeren Bruder Georg II. (1454-1509) sowie auf den Begr\u00fcnder der Ernestinischen Dessauer-Linie F\u00fcrst Ernst (1456-1516) und seinen Bruder Sigmund III. (1454-1487).<\/p>\n<p>Da Hedwigs Leibgedinge nun wiederum nicht ber\u00fccksichtigt wurde, sah sich diese, nach dem Tod Georgs I. mit neuen Schwierigkeiten konfrontiert.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkten famili\u00e4re Spannungen die Zwistigkeiten, denn Hedwig war, nach Suhle eine Cousine der vierten Ehefrau des F\u00fcrsten Georg I., Anna von Lindow-Ruppin (1429-1513).<\/p>\n<p>Sein Sohn Woldemar VI., der aus der dritten Ehe Georgs I. mit Sophie von Hohnstein (+1451) hervorging war seiner Stiefmutter und damit umsomehr auch Hedwig feindlich gegen\u00fcber eingestellt.<\/p>\n<h2>Kampf um das den Besitz Bernburgs<\/h2>\n<p>Nachdem Woldemar VI. im Jahr 1474 von den \u00fcbrigen f\u00fcrstlichen Br\u00fcdern die beiden Bernburger Talst\u00e4dte unterstellt und ihm auch Eink\u00fcnfte aus diesen \u00fcbergeben wurden, geriet er in direkten Konflikt mit den Interessen der F\u00fcrstenwitwe Hedwig.<\/p>\n<div id=\"attachment_345\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-03.jpg\" rel=\"lightbox[302]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-345\" class=\"size-medium wp-image-345 \" title=\"20080611-03\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-03-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-03-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.boehlk.eu\/mittelalterorte\/files\/2012\/03\/20080611-03.jpg 375w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-345\" class=\"wp-caption-text\">Reste eines gotischen Zugangs an der Nordseite der Kapelle.<\/p><\/div>\n<p>Im Jahr 1476 zog Ernst von Sachsen (1464-1513) im Alter von 11 Jahren als Nachfolger von Erzbischof Johann von Pfalz-Simmern in Magdeburg ein. Dieser erneuerte im gleichen Jahr die Belehnung mit dem Bernburger Besitz und gestand den anhaltischen F\u00fcrsten die Einflussnahme auf die Wahl von Richtern, Sch\u00f6ppen und Mitgliedern des Rates der Talst\u00e4dte Bernburg zu.<\/p>\n<p>Im Zuge der nun folgenden Verhandlungen kamen die Konfliktlinien deutlich zum Vorschein. Einerseits scheinen die F\u00fcrstenbr\u00fcder G\u00fcter, die zum Leibgedinge Hedwigs geh\u00f6rten, ohne deren Zustimmung verliehen zu haben, andererseits nahm F\u00fcrst Woldemar VI. Einnahmen aus den Gerichten aus den Bernburger St\u00e4dten, die der F\u00fcrstenwitwe zustehen, selbst ein.<\/p>\n<p>Neben den anhaltischen F\u00fcrsten erhielten aber auch die Grafen von Mansfeld ihren Anspruch auf Bernburg aufrecht und reichten beim Kaiser Friedrichs III. eine Klage ein.<\/p>\n<p>Neben den anhaltischen F\u00fcrstenbr\u00fcdern, die sich selbst in dieser Sache im Jahr 1478 an den Kaiserhof begeben haben, um dort auch mit Geldbestechungen ihre Forderungen durchzusetzen, versuchte auch Erzbischof Ernst das Verfahren an sich zu ziehen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1480 stiftete die F\u00fcrstin ihre Kapelle St. Wolfgang vor dem Leipziger Tor der Bernburger Bergstadt, dem heutigen Louis-Braille-Platz. Eine sich dort befindliche Heilquelle machte die Kapelle zum Wallfahrtsort.<\/p>\n<p>Im Jahr 1481 protestierte die F\u00fcrstin Hedwig gegen Geldforderungen, die F\u00fcrst Woldemar VI. gegen\u00fcber den Bernburger Talst\u00e4dten erhoben hatte.<\/p>\n<p>Kaiser Friedrichs III. nahm Hedwig im Jahr 1486 in seinen Schutz, verweist sie aber an Erzbischof Ernst, der, nach Suhle, ihr Neffe war. Wieder wurden Vergleiche vereinbart und wieder gebrochen.<\/p>\n<p>Mehr als 48 Jahre nach dem Beginn er Erbstreitigkeiten unter den anhaltischen F\u00fcrstenlinien \u00fcberfielen die F\u00fcrstenbr\u00fcder am 23. Juli 1492 mit Waffengewalt das Bernburger Schloss.<\/p>\n<p>Unter dem Vorwand, dass sie Nachricht erhalten h\u00e4tten, dass die Witwe den Bernburger Besitz \u201einnerhalb weniger Tage\u201c an das Erzbistum Magdeburg \u00fcbergeben wolle, setzten sie die betagte F\u00fcrstin im Schloss fest. Schon am n\u00e4chsten Tag begr\u00fcndeten die F\u00fcrstenbr\u00fcder gegen\u00fcber dem Erzbischof ihr Vorgehen unter Anderem damit, dass die F\u00fcrstin ihren Schulthei\u00df gefangen gesetzt habe und ihnen die geforderte Huldigung der Untertanen des Bernburger Schlosses verweigert worden w\u00e4re. Sie deuteten an, dass Hedwig den Bernburger Besitz entfremden wolle. Auch andere wichtige F\u00fcrsten und Vertreter geistlicher und weltlicher Herrschaften im mitteldeutschen Raum wurden in gleicher Weise unterrichtet.<\/p>\n<h2>Der Kaiser greift ein<\/h2>\n<p>Erzbischof Ernst war gegen\u00fcber dem Vorgehen der F\u00fcrstenbr\u00fcder entr\u00fcstet, er forderte unter Androhung von Waffengewalt, die Herausgabe seines Besitzes.<\/p>\n<p>Die F\u00fcrsten wandten sich auch sofort an den Kaiser, der sie, wohl aufgrund von Einfl\u00fcssen ihres Bruders Rudolf IV. (1466-1510) am Kaiserhof gegen\u00fcber dem Erzbischof unterst\u00fctzte und diesen zur M\u00e4\u00dfigung aufrief.<\/p>\n<p>Auf den Einfluss Rudolfs gehen wohl auch die aus einem kaiserlichen Schreiben an Erzbischof Ernst hervorgehenden Diffamierungen zur\u00fcck, welches davon berichtet, dass die F\u00fcrstenbr\u00fcder klagen, dass Hedwig \u201eetliche der Ihrigen ertr\u00e4nket, erw\u00fcrget, totgeschleift, gesch\u00e4zt und auch das Ihrige genommen\u201c und \u201eihre Schl\u00f6sser, St\u00e4dte, Land und Leute merklich und \u00fcber Ma\u00df sehr verw\u00fcstet\u201c haben soll. Ebenen dieser Bericht wurde auch in Beckmanns \u201eHistorie des F\u00fcrstenthums Anhalt\u201c ver\u00f6ffenticht.<\/p>\n<p>Den nun folgenden Verhandlungen, die letztendlich nochmals einen Vergleich und die Best\u00e4tigung der alten Rechte der F\u00fcrstin erbrachten, hatten zur Folge, dass Hedwig bis zu ihrem Tod am 14. Mai 1497 im Schloss Bernburg residieren konnte.<\/p>\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\n<p>Zusammenfassend muss gesagt werden, dass der F\u00fcrstin Hedwig nicht der Vorwurf gemacht werden kann, dass sie den Bernburger Besitz, \u00e4hnlich dem anhaltischen Trauma des Verlustes von Aschersleben, an das Magdeburger Erzbistum bringen wollte.<\/p>\n<p>Die anhaltischen Linien selbst waren es, die das Erzbistum einschalteten und ohne seine Treuh\u00e4nderschaft w\u00e4re die Verteidigung gegen\u00fcber den mansfeldischen Anspr\u00fcchen auf den Bernburger Besitz kaum m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Durch die wiederholten milit\u00e4rischen Aktionen gegen\u00fcber den Rechten des Eigent\u00fcmers des Lehens, dem Erzbistum Magdeburg und der F\u00fcrstin Hedwig, riskierten die \u00fcbrigen anhaltischen Linien schon eher den Verlust Bernburgs. Motiv f\u00fcr diese Handlungen, die ihren Ausgang bereits im Jahr 1444, also 53 Jahre vor dem Tod der F\u00fcrstenwitwe Hedwig nahmen, war die krisenhafte Situation, in der sich die Askanier in der zweiten H\u00e4lfte des 15. Jh. befanden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Stadt Bernburg aus der mehr als dreihundertj\u00e4hrigen gemeinsamen Geschichte mit \u201eihrem\u201c Bernburger F\u00fcrstenhaus durchaus Kapital schlagen konnte, sah sie sich mit der gewaltsamen Besetzung durch Georg I. und sp\u00e4testens mit der Macht\u00fcbernahme seines Sohnes Woldemar im Jahr 1474 mit einem \u201eF\u00fcrsten neuen Typs\u201c, wie ihn Michael Thomas in seinen Aufsatz nannte, konfrontiert.<\/p>\n<p>Die N\u00e4he zum Kaiserhof, die den F\u00fcrsten bei ihrer sonst rechtlich halsbrecherischen Aktion gegen\u00fcber dem Magdeburger Erzbischof im Jahr 1492 R\u00fcckendeckung gab und die sich in der Person des F\u00fcrsten Rudolf IV. von Anhalt, der sp\u00e4ter \u201eder Tapfere\u201c genannt werden sollte manifestierte, f\u00fchrte dazu, dass fr\u00fchneuzeitliche Konzepte zur Herrschaftskonsolidierung und Landesherrschaft bei den anhaltischen F\u00fcrsten Einzug hielten, denen die F\u00fcrstin Hedwig entgegen stand. Die Frage, ob die Tatsache, dass es sich bei Hedwig um eine Frau handelte, die Macht aus\u00fcbte, den Weg zu einer sachlichen Einigung mit den F\u00fcrstenbr\u00fcdern versperrte, muss in der weiteren Forschung zu diesem interessanten Thema gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>[references class=&#8220;compact&#8220; \/]<\/p>\n<div class=\"speaker-mute footnotes_reference_container\"> <div class=\"footnote_container_prepare\"><p><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_label pointer\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_302_1();\">Fu\u00dfnoten<\/span><span role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"footnote_reference_container_collapse_button\" style=\"display: none;\" onclick=\"footnote_expand_collapse_reference_container_302_1();\">[<a id=\"footnote_reference_container_collapse_button_302_1\">+<\/a>]<\/span><\/p><\/div> <div id=\"footnote_references_container_302_1\" style=\"\"><table class=\"footnotes_table footnote-reference-container\"><caption class=\"accessibility\">Fu\u00dfnoten<\/caption> <tbody> \r\n\r\n<tr class=\"footnotes_plugin_reference_row\"> <th scope=\"row\" class=\"footnote_plugin_index_combi pointer\"  onclick=\"footnote_moveToAnchor_302_1('footnote_plugin_tooltip_302_1_1');\"><a id=\"footnote_plugin_reference_302_1_1\" class=\"footnote_backlink\"><span class=\"footnote_index_arrow\">&#8593;<\/span>1<\/a><\/th> <td class=\"footnote_plugin_text\">Dieser Text entstand f\u00fcr unsere Neujahrsgru\u00dfkarte 2011 und enth\u00e4lt keine Fu\u00dfnoten. Als Quellen dienten unter anderem:\u00a0Suhle, Hermann (1912): F\u00fcrstin Hedwig, geb. Herzogin von Sagan, Gemahlin Bernhards VI. von Anhalt, des letzten F\u00fcrsten der alten Bernburger Linie. In: Mitteilungen des Vereins f\u00fcr Anhaltische Geschichte und Altertumskunde (11), S. 1\u201339. ;\u00a0Suhle, Hermann (1912): Graf Bernhard VI. von Anhalt, der letzte Fuerst der alten Bernburger Linie. In: Mitteilungen des Vereins f\u00fcr Anhaltische Geschichte und Altertumskunde (11), S. 669-707.<\/td><\/tr>\r\n\r\n <\/tbody> <\/table> <\/div><\/div><script type=\"text\/javascript\"> function footnote_expand_reference_container_302_1() { jQuery('#footnote_references_container_302_1').show(); jQuery('#footnote_reference_container_collapse_button_302_1').text('\u2212'); } function footnote_collapse_reference_container_302_1() { jQuery('#footnote_references_container_302_1').hide(); jQuery('#footnote_reference_container_collapse_button_302_1').text('+'); } function footnote_expand_collapse_reference_container_302_1() { if (jQuery('#footnote_references_container_302_1').is(':hidden')) { footnote_expand_reference_container_302_1(); } else { footnote_collapse_reference_container_302_1(); } } function footnote_moveToReference_302_1(p_str_TargetID) { footnote_expand_reference_container_302_1(); var l_obj_Target = jQuery('#' + p_str_TargetID); if (l_obj_Target.length) { jQuery( 'html, body' ).delay( 0 ); jQuery('html, body').animate({ scrollTop: l_obj_Target.offset().top - window.innerHeight * 0.2 }, 380); } } function footnote_moveToAnchor_302_1(p_str_TargetID) { footnote_expand_reference_container_302_1(); var l_obj_Target = jQuery('#' + p_str_TargetID); if (l_obj_Target.length) { jQuery( 'html, body' ).delay( 0 ); jQuery('html, body').animate({ scrollTop: l_obj_Target.offset().top - window.innerHeight * 0.2 }, 380); } }<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wolfgangsstift Am Bergst\u00e4dter Louis-Braille-Platz befindet sich das st\u00e4dtische Wohnheim \u201eWolfgangsstift\u201c[1]Dieser Text entstand f\u00fcr unsere Neujahrsgru\u00dfkarte 2011 und enth\u00e4lt keine Fu\u00dfnoten. 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