{"id":292,"date":"2011-06-11T12:43:43","date_gmt":"2011-06-11T10:43:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/?p=292"},"modified":"2013-11-19T19:31:23","modified_gmt":"2013-11-19T18:31:23","slug":"fokus-saale-eine-kritische-stellungnahme-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2011\/06\/11\/fokus-saale-eine-kritische-stellungnahme-2\/","title":{"rendered":"Fokus Saale &#8211; Eine kritische Stellungnahme"},"content":{"rendered":"<h2>Ein Aufruf zur b\u00fcrgerschaftlichen Diskussion des Projektes &#8220;Fokus Saale&#8221;<\/h2>\n<figure id=\"attachment_324\" aria-describedby=\"caption-attachment-324\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/Fokus-Saale-WordCloud.png\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-324\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/Fokus-Saale-WordCloud.png\" alt=\"WordCloud Fokus Saale\" width=\"300\" height=\"166\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-324\" class=\"wp-caption-text\">Worth\u00e4ufigkeit (WordCloud) des Konzeptes Fokus Saale. Mir wichtige Worte (Menschen, soziale, Erhalt, Stadtkultur, Denkmalschutz) sind rot markiert (erstellt mit Wordle)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221; bildet nach dem Beschluss des Stadtrates am 23.06.2011 die <a href=\"#bindent\">verbindliche<\/a> Grundlage f\u00fcr die weitere Entwicklung des Stadtviertels um den Altst\u00e4dter Markt und den Saalplatz. Einerseits soll es, beim noch geplanten Abriss von 1300 Wohnungen in Bernburg bis zum Jahr 2020, den Umzug vom Stadtrand in das Stadtzentrum vorbereiten und andererseits, die Entwicklung des Bereichs Saalplatz und untere Wilhelmstra\u00dfe zum\u00a0Hauptgesch\u00e4ftsbereich der Bernburger Innenstadt einleiten. Das Projekt umfasst ein Finanzvolumen in H\u00f6he von ca 25 Mio. \u20ac (F\u00f6rderprogramm &#8220;Soziale Stadt&#8221;: 1,2 Mio. \u20ac, Stadtsanierung: 1,8 Mio. \u20ac, Denkmalschutz: 1,6 Mio. \u20ac, F\u00f6rderprogramm &#8220;Aktive Stadt- und Ortsteilzentren&#8221;: 7,8 Mio. \u20ac, sonstige Finanzierungen: 14,4 Mio. \u20ac <span style=\"color: #008000;\">(Betr\u00e4ge gerundet!)<\/span>)<!--more--><\/p>\n<h3>Wo bleibt die Lebenskultur?<\/h3>\n<p>Das Projekt \u201eFokus Saale\u201c benutzt eine technokratische Sprache der \u201eMachbarkeit\u201c. Diese Sprache nimmt das Ergebnis bereits vorweg und vermittelt so eine positivistische Grundhaltung, ohne konkret zu sein.<\/p>\n<p>Als Beispiel kann der Umgang mit dem wichtigen Begriff \u201eKultur\u201c herausgegriffen werden.<\/p>\n<p>Aus dem Leitbild soziale Entwicklung (S. 36):<\/p>\n<blockquote><p>Entwicklung eines den individuellen und gemeinschaftlichen Bed\u00fcrfnissen aller Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten entsprechenden Angebotes sozialer, kultureller und freizeitbezogener Infrastruktur.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses Anliegen kann nur nun von jedem Leser des Konzeptes unterst\u00fctzt werden! Sucht man gezielt danach, wie die kulturelle Infrastruktur konkret \u201eentwickelt\u201c werden soll, trifft man im Anhang \u201eMa\u00dfnahmen-, Kosten-, Finanzierungs- und Zeitplan\u201c unter dem Punkt &#8220;St\u00e4rkung der\u00a0Hauptgesch\u00e4ftsachse&#8221; auf die unverbindliche Zielangabe \u201eNeue Einrichtungen f\u00fcr Freizeit und Stadtkultur\u201c.\u00a0Schon die gleichwertige Behandlung von \u201eFreizeit und Stadtkultur\u201c zeigt, dass Stadtkultur von den Autoren der Studie im Bereich des Freizeitverhaltens angesiedelt wird. Der Begriff Kultur ist hier also nicht im Sinne von \u201ealles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt\u201c (Definition Wikipedia) zu verstehen. Einmal davon abgesehen, dass diesen Einrichtungen maximal ein &#8220;geringf\u00fcgiger&#8221; Beitrag zur Erreichung der Ziele einger\u00e4umt wird, f\u00e4llt der\u00a0technokratische Charakter des Kulturbegriffes auf, der darin deutlich wird, dass die Stadtkultur von den Autoren in \u201eEinrichtungen\u201c institutionalisiert ist.<\/p>\n<p>Stadtkultur bedeutet im Sinne von \u201eFokus Saale\u201c also, dass Menschen in ihrer Freizeit eine Kultureinrichtung aufsuchen. Dieser Kulturbegriff ist nicht mit dem Begriff \u201eLebenskultur\u201c identisch, der auch den Begriff des \u201eLebensstils\u201c umfasst, sondern erinnert eher an den offiziellen Kulturbegriff der ehemaligen DDR.<\/p>\n<p>Lebensstilorientierte Angebote, wie beispielsweise die bereits in zahlreichen Kommunen umgesetzte Philosophie \u201eWohnen im Quartier\u201c, haben im Projekt \u201eFokus Saale\u201c keinen Raum.<\/p>\n<p>Der Wortbestandteil \u201egemein\u201c, der Teil von so wichtigen W\u00f6rtern wie \u201eGemeinschaft\u201c ist, kommt im Projekt \u201eFokus Saale&#8221; nur drei Mal vor!<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie absehbare Bev\u00f6lkerungsentwicklung erfordert <span style=\"color: #ff0000;\">gemein<\/span>schaftliches Handeln\u201c (S. 34)<\/p>\n<p>\u201eProblem- und umsetzungsorientiertes <span style=\"color: #ff0000;\">gemein<\/span>sames Handeln von Stadtverwaltung und Geb\u00e4udeeigent\u00fcmern\u201c (S. 35)<\/p>\n<p>\u201eEntwicklung eines den individuellen und <span style=\"color: #ff0000;\">gemein<\/span>schaftlichen Bed\u00fcrfnissen aller Altersgruppen\u201c (S. 36)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das gemeinschaftliche Miteinander als zentraler Inhalt der Stadtkultur findet in Fokus Saale in nicht statt!<\/p>\n<h3>Fehlende Kommunikation<\/h3>\n<p>&#8220;Fokus Saale&#8221; entstand aber nicht durch einen Diskussionsprozess, zu dessen Mitgestaltung die B\u00fcrger aufgerufen wurden, sondern als Vorlage der Verwaltung, die ohne Diskussion (siehe dazu <a title=\"MZ-Artikel vom 27.05.2011 \u2013 Bereich an der Saale (wieder)beleben\" href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2011\/05\/27\/mz-artikel-vom-27-05-2011-bereich-an-der-saale-wieder-beleben\/\">MZ-Artikel vom 27.05.2011<\/a>) vom Bauausschuss dem Stadtrat zur positiven Entscheidung empfohlen wurde.<\/p>\n<p>Diese Vorgehensweise entspricht nicht der in &#8220;Fokus Saale&#8221; gemachten\u00a0Darstellung eines &#8220;<a href=\"#kommunikation\">intensiven Beteiligungs- und Abstimmungsverfahrens<\/a>&#8220;, zwischen den B\u00fcrgern der Stadt Bernburg und ihrer Verwaltung.<\/p>\n<h3>Immobilienmarkt soll Stadt entwickeln &#8211; Stadtkultur = Baukultur?<\/h3>\n<figure id=\"attachment_70\" aria-describedby=\"caption-attachment-70\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/100_5205.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-70\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/100_5205-300x224.jpg\" alt=\"Architektur f\u00fcr den Stadtkern? Fassade an der F\u00e4hrgasse\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/100_5205-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/100_5205.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-70\" class=\"wp-caption-text\">Stadtbaukultur? Fassade an der F\u00e4hrgasse<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Konzept\u00a0&#8220;Fokus Saale&#8221; vertraut darauf, dass das Bernburger Stadtzentrum an Markt und Saalplatz durch &#8220;<a href=\"#Hauptmittel\">immobilienwirtschaftliches Engagement<\/a>&#8221; revitalisiert werden kann. Der <a href=\"#fehlende wirtschaftlichkeit\">Schutz von Denkmalen<\/a> wird der Wirtschaftlichkeit untergeordnet. <a href=\"#Kulturraum\">Einkaufen wird zur Kultur.<\/a> Die Stadtkultur wird auf den Begriff &#8220;<a href=\"#Stadtbaukultur\">Stadtbaukultur<\/a>&#8221; reduziert.<\/p>\n<p>Im Leitgedanken der Stadtentwicklung &#8220;<a href=\"#Feiern\">Wohnen und Arbeiten, Feiern und Erholen an der Saale<\/a>&#8221; nimmt der Begriff &#8220;Feiern&#8221; die Stelle der Kultur ein!<\/p>\n<p>Zwar bezeichnet sich das Konzept als &#8220;integrierter Ansatz&#8221;, st\u00e4dtische Lebenskultur, au\u00dferhalb von &#8220;Wohnen und Arbeiten, Feiern und Erholen&#8221; wird aber nur \u00e4u\u00dfert <a href=\"#Altersgruppen\">pauschal<\/a> thematisiert. Bereiche wie Orte zur Kommunikation, zur Rezeption von Kunst und Kulturg\u00fctern (Ausstellungen, Musik usw.) und zum Praktizieren von b\u00fcrgerlichem Engagement, die eine zentrale Rolle bei der Herausbildung einer Stadtkultur spielen und die ein Stadtzentrum von Einkaufstempeln auf der &#8220;gr\u00fcnen Wiese&#8221; unterscheidet, werden in &#8220;Fokus Saale&#8221; nicht in ausreichender Form ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h3>Unklare Aussagen und Widerspr\u00fcche<\/h3>\n<p>F\u00fcr ein Konzept, das die Entwicklung der Altstadt Bernburg verbindlich festlegen soll, erscheint &#8220;Fokus Saale&#8221; in vielen F\u00e4llen zu unklar und auch in sich widerspr\u00fcchlich.<\/p>\n<p>Unklar bleibt das Konzept, wenn es beispielsweise feststellt, dass <a href=\"#teilsaniert\">Studenten heute in preiswerten, weil teilsanierten Wohnungen<\/a> leben und dass das Projektgebiet zuk\u00fcnftig sowohl f\u00fcr <a href=\"#attraktivit\u00e4t\">Studenten, als auch f\u00fcr wohlhabende B\u00fcrger<\/a> als Wohnort interessant werden kann. Wie soll dieser Interessenkonflikt gel\u00f6st werden? Wenn durch die Sanierung der Wohnungen bei gleichzeitiger Nachfrage durch wohlhabendere Interessenten die Mieten steigen, werden Studenten sich diese nicht mehr leisten k\u00f6nnen. Da aber Wirtschaftlichkeit als oberstes Kriterium angenommen wird, bedeutet dies zwangsl\u00e4ufig die Vertreibung der Studenten aus dem Wohngebiet nach der Sanierung. Dabei bleibt die Frage offen, f\u00fcr welche <a href=\"#Bev\u00f6lkerungsgruppen\">Bev\u00f6lkerungsgruppe<\/a> das Projektgebiet saniert werden soll.<\/p>\n<p>Wie unter der Ma\u00dfgabe der immobilienwirtschaftlichen Verwertbarkeit eine Ausrichtung auf alle <a href=\"#Altersgruppen\">Altersgruppen<\/a> und eine besondere Ber\u00fccksichtigung <a href=\"#Benachteiligte\">benachteiligter Bev\u00f6lkerungsgruppen<\/a> (dazu z\u00e4hle ich auch junge Erwachsene!) zu bewerkstelligen ist, wird nicht ausgef\u00fchrt. Eine reine Marktorientierung d\u00fcrfte sich zun\u00e4chst an dem f\u00fcr die Miete verf\u00fcgbaren Einkommen der Einwohner orientieren. Da bei Senioren ein besonders g\u00fcnstiges Verh\u00e4ltnis zwischen erzieltem Einkommen und baulichem Aufwand sowie zu erzielender F\u00f6rderung besteht, ist diese Bev\u00f6lkerungsgruppe bereits im &#8220;Fokus Saale&#8221;-Gebiet <a href=\"#Altersdurchschnitt\">\u00fcberrepr\u00e4sentiert<\/a>. Es ist davon auszugehen, dass bei der gro\u00dfen Rolle, welche die Wirtschaftlichkeit im Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221; spielt, der Zuzug von Senioren in das F\u00f6rdergebiet anhalten wird.<\/p>\n<p>Widerspr\u00fcchlich verh\u00e4lt sich &#8220;Fokus Saale&#8221; auch im Umgang mit Denkmalen. Einerseits fordert es deren <a href=\"#erhalt\">Erhalt von Denkmalen<\/a>, andererseits ist auch der Abriss jedes Denkmals, ohne R\u00fccksicht auf seinen kulturgeschichtlichen Wert oder die symbolische Bedeutung bei &#8220;<a href=\"#fehlende wirtschaftlichkeit\">Unwirtschaftlichkeit<\/a>&#8221; m\u00f6glich. Das Ermessen, ob der Erhalt eines Denkmals wirtschaftlich oder unwirtschaftlich ist, liegt allein beim Investor! Das Interesse der B\u00fcrger am Erhalt von Denkmalen oder die Meinung von Fachleuten wird nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Hier zeigt sich eine deutliche Diskrepanz: W\u00e4hrend der B\u00fcrger, wenn er ein historisches Wohnhaus besitzt, die Belange des Denkmalschutzes sehr wohl beachten muss, auch wenn dadurch Mehrkosten entstehen sollten (Fenster, Fassadengestaltung), sind diese Mehrkosten f\u00fcr den potentiellen Immobilieninvestor im Gebiet &#8220;Fokus Saale&#8221;\u00a0die Begr\u00fcndung, dass er sein Denkmal abreissen darf.<\/p>\n<h3>Fehlende Differenzierungen, Pauschalisierungen<\/h3>\n<p>Architektonischen Strukturen, die f\u00fcr die Bernburger Altstadt typisch waren, wie die organisch gewachsene Architektur der Nebengelasse und Hinterh\u00e4user, werden pauschal als &#8220;\u00dcberformungen&#8221; betrachtet, <a href=\"#Hinterh\u00e4user\">die es zu beseitigen gilt.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#Hinterh\u00e4user\"><\/a>Im Fall des wertvollen Ensembles der &#8220;Freiheit&#8221; k\u00e4me die durch das Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221; legitimierte M\u00f6glichkeit zum Abriss der Hinterh\u00e4user einer totalen Zerst\u00f6rung gleich.<\/p>\n<h3>Abrisse in der Freiheit<\/h3>\n<p>Die Freiheit wird im Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221; als &#8220;s\u00fcdlicher Saalplatz&#8221; bezeichnet. Gr\u00f6\u00dfere <a href=\"#abriss freiheit\">Abrisse<\/a> werden hier<a href=\"#abriss freiheit\"> <\/a>bereits angek\u00fcndigt.<\/p>\n<h3>Lange Stra\u00dfe 1<\/h3>\n<figure id=\"attachment_215\" aria-describedby=\"caption-attachment-215\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/lange-strasse1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-215\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/lange-strasse1-300x169.jpg\" alt=\"Lange Stra\u00dfe 1\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/lange-strasse1-300x170.jpg 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/lange-strasse1.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-215\" class=\"wp-caption-text\">Das Geb\u00e4ude Lange Stra\u00dfe 1<\/figcaption><\/figure>\n<p>Besonders beim Geb\u00e4ude &#8220;Lange Stra\u00dfe 1&#8221; tendiert das Konzept, bei konsequenter Anwendung seiner Logik, zum Abriss.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Geb\u00e4ude wird als &#8220;<a href=\"#Bedrohung\">ruin\u00f6s<\/a>&#8221; gekennzeichnet, auch wenn es nur, wie andere Geb\u00e4ude am Saalplatz, leer steht. (Eine Ruine bezeichnet ein\u00a0zerfallenes\u00a0Bauwerk beziehungsweise dessen \u00dcberreste).<\/li>\n<li>Dramatisierende Begriffe suggerieren Handlungsdruck: Von dem Geb\u00e4ude w\u00fcrde eine Bedrohung der &#8220;Geschlossenheit der Raumkanten&#8221; ausgehen<\/li>\n<li>Diese Raumkante sollte <a href=\"#Raumkante\">Erhalten oder\u00a0wiederhergestellt<\/a> werden<\/li>\n<li>Da es unwirtschaftlich erscheint, eine &#8220;Ruine&#8221; zu sanieren, kommt bei Anwendung des Konzeptes am ehesten ein Ersatzneubau (wie beim Saalespeicher) infrage<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221; stellt einen Freifahrtschein zum Abriss jeglicher Bausubstanz im Bereich der &#8220;Freiheit&#8221; dar. <a href=\"#F\u00f6rderprogramm\">Beispielhafte &#8220;Abw\u00e4gungsprozesse&#8221;<\/a>, wie vom F\u00f6rderprogramm &#8220;Aktive Stadt- und Ortsteilzentren&#8221; gefordert, werden im Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221; nicht umgesetzt, sondern offen gelassen. Es findet keine f\u00fcr den B\u00fcrger nachvollziehbare Entscheidung f\u00fcr oder gegen den Erhalt von bedeutenden Baudenkm\u00e4lern statt. Damit ist auch keine B\u00fcrgerbeteiligung bei dieser wichtigen Frage m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Fehlende Problematisierungen<\/h3>\n<p>Auch wenn das Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221; Studenten als wichtige potenzielle Mieter charakterisiert, geht es nicht auf eines ihrer gr\u00f6\u00dften Probleme ein &#8211; der mangelhaften \u00d6PNV-Anbindung von Strenzfeld an das Stadtgebiet. Eine bed\u00fcrfnisorientierte Analyse dieses Problems hat hier, <a href=\"#Menschen\">entgegen den Beteuerungen<\/a>, scheinbar nicht stattgefunden.<\/p>\n<h2>Quellensammlung &#8220;Fokus Saale&#8221;<\/h2>\n<h2><span style=\"color: #444444; line-height: 24px; font-size: 16px;\">Die <a name=\"ursachen\"><\/a>Ursachen werden geschildert:<\/span><\/h2>\n<blockquote><p>Sp\u00e4testens mit dem Umbau der Lindenstra\u00dfe zur Fu\u00dfg\u00e4ngerzone in den 1980er Jahren verloren der Markt und der Saalplatz ihre Vorrangstellung als Gesch\u00e4ftsbereich. Zudem waren die Uferquartiere mit dem \u00f6kologischen Zusammenbruch der Saale in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts dem Verfall ausgeliefert. (S. 4)<\/p><\/blockquote>\n<p>Nun erfolgt das Eingest\u00e4ndnis des Scheiterns bisheriger Sanierungsma\u00dfnahmen. Interessant ist, dass die bisherigen Fl\u00e4chenabrisse als &#8220;Aufwertungsma\u00dfnahmen&#8221; gekennzeichnet werden:<\/p>\n<blockquote><p>Trotz aller <span style=\"color: #ff0000;\">Aufwertungsma\u00dfnahmen<\/span> ist der Geb\u00e4udeleerstand im Gebiet \u201eFokus Saale&#8221; fast dreimal so gro\u00df wie im gesamtst\u00e4dtischen Durchschnitt. Immer noch wirken die schwerwiegenden baulichen M\u00e4ngel und der Funktionsverlust der Gesch\u00e4ftsbauten so hemmend, dass der Verfall selbst nach 15 Jahren Stadtsanierung nicht gestoppt werden konnte. (S. 4)<\/p><\/blockquote>\n<p>Schon zu Beginn des Konzeptes wird das <a name=\"Hauptmittel\"><\/a>Hauptmittel, welches nun die Probleme l\u00f6sen soll genannt:<\/p>\n<blockquote><p>&#8230;durch die Konzentration des<span style=\"color: #ff0000;\"> immobilienwirtschaftlichen Engagements<\/span> auf diesen Stadtteil sieht die Stadt nunmehr realistische Chancen f\u00fcr die Revitalisierung des Gebietes&#8230; (S. 4)<\/p><\/blockquote>\n<p>Nach Jahren der Verlagerung in den Stadtrand, durch die Errichtung von Einkaufszentren und Eigenheimsiedlungen auf der &#8220;gr\u00fcnen Wiese&#8221;, sowie dem Abriss gro\u00dfer Teile der Altstadt, scheint man in der Stadtverwaltung nun umzudenken. Offen bleibt, ob mit dem Begriff &#8220;die Stadt Bernburg (Saale)&#8221; die Stadtverwaltung oder die Stadt Bernburg als Gesamtheit ihrer B\u00fcrger verstanden werden soll:<\/p>\n<blockquote><p>Die Stadt Bernburg (Saale) will, dass leer stehende Wohnungen im Stadtzentrum revitalisiert werden, damit ein Bev\u00f6lkerungszuzug von den Stadtr\u00e4ndern in die Mitte stattfindet. Daf\u00fcr sollen die Funktionsvielfalt und Versorgungssicherheit des historischen Hauptgesch\u00e4ftsbereichs gest\u00e4rkt und das Wohnumfeld gestaltet werden. Nur dadurch werden sich neue Einwohner eingeladen f\u00fchlen, dauerhaft im Gebiet \u201eFokus Saale&#8221; wohnen zu bleiben. (S. 5)<\/p><\/blockquote>\n<p><a name=\"Feiern\"><\/a>Feiern spielt \u00a0in der &#8220;Philosophie&#8221; \u00a0der Stadtplanung eine wichtige Rolle. Von Kultur hingegen ist keine Rede:<\/p>\n<blockquote><p>Der Leitgedanke des SEK 2009 zur Entwicklung des Gebietes \u201eFokus Saale&#8221; beschreibt die grundlegende Philosophie: \u201e<span style=\"color: #ff0000;\">Wohnen und Arbeiten, Feiern und Erholen an der Saale<\/span>&#8221; (S. 5)<\/p><\/blockquote>\n<p><a name=\"Kulturraum\"><\/a>Nachdenklich stimmt auch folgende Definition:<\/p>\n<blockquote><p>Schwerpunkt sind die funktionalen Verkn\u00fcpfung zwischen den Freir\u00e4umen des Hauptgesch\u00e4ftsbereich (<span style=\"color: #ff0000;\">Einkaufserlebnis = Kulturraum<\/span>) und den Freir\u00e4umen entlang der Saaleufer (Erholung = Naturraum). (S. 5)<\/p><\/blockquote>\n<p>Es existiert zwar eine Studie zu den Auswirkungen eines Abrisses des wertvollen Hauses Lange Stra\u00dfe 1, aber wir erfahren das Ergebnis nicht:<\/p>\n<blockquote><p>Das Hallenser Architekturb\u00fcro Cuboidoo J\u00fcttner Schwesinger Architekten hat mit einer vertiefenden Studie zur Reaktivierung des s\u00fcdlichen Saalplatzquartiers Varianten zum Umgang mit sogenannten Homschen Haus in der Langen Stra\u00dfe 1 erarbeitet.<\/p>\n<p>Die Studie zeigt, welche st\u00e4dtebaulichen und funktionalen Auswirkungen der Abbruch dieses Geb\u00e4udes auf die st\u00e4dtebaulich-r\u00e4umliche Situation und die Stadtsilhouette hat und welche st\u00e4dtebaulich sinnvolle Alternativen zur Quartiersentwicklung bestehen. (S. 5)<\/p><\/blockquote>\n<p><a name=\"kommunikation\"><\/a>Wie viele Bernburger kennen das Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221;? Welche &#8220;Beteiligungs- und Abstimmungsverfahren&#8221; wurden dazu mit den B\u00fcrgern der Stadt durchgef\u00fchrt?\u00a0Interessant ist die folgende Aussage:<\/p>\n<blockquote><p>Die notwendigen intensiven Beteiligungs- und Abstimmungsverfahren mussten f\u00fcr die Erarbeitung des integrierten Handlungskonzeptes nicht erst erprobt werden.<\/p>\n<p>Die Stadt Bernburg (Saale) setzt die erfolgreichen Kommunikationsstrukturen zwischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern und der Verwaltung fort, <span style=\"color: #ff0000;\">die seit Jahren bei der Durchf\u00fchrung der st\u00e4dtebaulichen Sanierungsma\u00dfnahme praktiziert werden<\/span>. (S. 6)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Konzept Fokus Saale ist nach seinem Beschluss durch den Stadtrat <a name=\"bindent\"><\/a>bindend!<\/p>\n<blockquote><p>Politisch beschlossen bildet das integrierte Handlungskonzept die verbindliche Grundlage f\u00fcr den Ressourceneinsatz aller zust\u00e4ndigen Fachressorts und \u00c4mter. (S. 6)<\/p><\/blockquote>\n<p>Zwischen 2010 und 2020 sollen noch 1300 Wohnungen in Bernburg r\u00fcckgebaut werden:<\/p>\n<blockquote><p>Im Stadtentwicklungskonzept 2009 werden die Fortsetzung des Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckganges auf bis zu 27.000 Einwohnern im Jahr 2020 und einen R\u00fcckbaubedarf von <a name=\"1300\"><\/a>1.300 Wohnungen f\u00fcr den Zeitraum von 2010 bis 2020 prognostiziert. (S. 7)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Zahl ist um so beeindruckender, wenn mann sich vergegenw\u00e4rtigt, dass zwischen 2001 und 2009 erst 360 Wohnungen abgerissen wurden:<\/p>\n<blockquote><p>Im Ergebnis des Stadtumbaus Ost ist die gesamtst\u00e4dtische Wohnungszahl von 2001 bis 2009 um 360 Wohnungen (2 %) reduziert worden. (S. 17)<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein Ziel des Konzeptes &#8220;Fokus Saale&#8221; ist es, den Saalplatz und die Wilhelmstra\u00dfe als <a name=\"Hauptgesch\u00e4ftsbereich\"><\/a>Hauptgesch\u00e4ftsbereich zu entwickeln:<\/p>\n<blockquote><p>Entwicklung des Saalplatzes und der Wilhelmstra\u00dfe als <span style=\"color: #ff0000;\">Hauptgesch\u00e4ftsbereich der Bernburger Innenstadt<\/span> (S.8)<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Abriss kulturgeschichtlich wertvoller Geb\u00e4ude am Saalplatz wird <span style=\"color: #ff0000;\">trotz des Denkmalschutzes<\/span> verbal vorbereitet, Alternativen gibt es scheinbar nicht:<\/p>\n<blockquote><p>Am Saalplatz kann ein Substanzverlust kulturgeschichtlich wertvoller Geb\u00e4uden nicht mehr verhindert werden. (S. 9)<\/p><\/blockquote>\n<p>Der f\u00fcr die Freiheit wichtige Architektur der Hinterh\u00f6fe wird kein Entwicklungspotenzial einger\u00e4umt. Als Defizite des Gebietes werden genannt:<\/p>\n<blockquote><p>\u00dcberkommene, enge Baustrukturen auf Hinterh\u00f6fen ohne Entwicklungspotenziale (S. 9)<\/p><\/blockquote>\n<p><a name=\"teilsaniert\"><\/a>Interessant ist die Feststellung, dass Studenten derzeit in preiswerten, <span style=\"color: #ff0000;\">teilsanierten<\/span> Wohnungen leben:<\/p>\n<blockquote><p>Die sozial schw\u00e4chere Einwohnergruppe lebt in teilsanierten, preiswerteren Wohnungsbest\u00e4nden entlang der Krumbholzstra\u00dfe, aber auch am Markt. Dieser preiswerte Wohnraum wird auch durch Studierende der Hochschule Anhalt (FH) genutzt. (S. 23)<\/p><\/blockquote>\n<p>Durch die im Gebiet errichteten Seniorenheime liegt der <a name=\"Altersdurchschnitt\"><\/a>Altersdurchschnitt \u00fcber dem Mittel:<\/p>\n<blockquote><p>Der Altersdurchschnitt im Gebiet liegt \u00fcber dem gesamtst\u00e4dtischen Durchschnitt. Das resultiert aus der hohen Zahl hoch betagter Einwohnerinnen und Einwohner infolge der Konzentration von Objekten f\u00fcr seniorengerechtes Wohnen und Altenpflege. (S. 23)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die <a name=\"attraktivit\u00e4t\"><\/a>Attraktivit\u00e4t des Wohngebietes f\u00fcr Studenten wird festgestellt:<\/p>\n<blockquote><p>Wohngebiet ist f\u00fcr Studierende der Hochschule Anhalt (FH) attraktiv (S. 23)<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber auch von wohlhabenden Bev\u00f6lkerungsgruppen k\u00f6nnte ein Interesse bestehen:<\/p>\n<blockquote><p>Das Gebiet ist f\u00fcr sozial st\u00e4rkere Einwohner attraktiv (Wohnen an der Saale) (S. 23)<\/p><\/blockquote>\n<p>Stadtkultur wird auf &#8220;<a name=\"Stadtbaukultur\"><\/a>Stadtbaukultur&#8221; reduziert:<\/p>\n<blockquote><p>Nur durch eine hohe Stadtbaukultur k\u00f6nnen St\u00e4dte auch im Zeichen des demografischen Wandels ihre besonderen Qualit\u00e4ten erhalten, die sie als Stadt ausmachen. (S. 32)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das bauliche Umfeld soll sich am <a name=\"Menschen\"><\/a>Menschen orientieren:<\/p>\n<blockquote><p>Nur dort, wo sich das bauliche Umfeld am Menschen und seinen Bed\u00fcrfnissen orientiert, kann st\u00e4dtische Authentizit\u00e4t entstehen. (S. 32)<\/p><\/blockquote>\n<p>Jede Bauaufgabe erfordert einen &#8220;sorgf\u00e4ltigen <a name=\"Abw\u00e4gungsprozess\"><\/a>Abw\u00e4gungsprozess&#8221;<\/p>\n<blockquote><p>zwischen der Aufgabe, die historischen Baustrukturen als Zeugnisse einer einzigartigen Stadtkultur zu erhalten, und der Notwendigkeit, dem Funktionswandel mit architektonisch neuen Formen zu entsprechen (S. 32)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das <a name=\"F\u00f6rderprogramm\"><\/a>F\u00f6rdergebiet sollte beispielhaft f\u00fcr diesen\u00a0Abw\u00e4gungsprozess sein:<\/p>\n<blockquote><p>Im Rahmen des Programms Aktive Stadt- und Ortsteilzentren sollen bevorzugt Projekte entwickelt werden, in denen der Abw\u00e4gungsprozess beispielhaft gelingt. (S. 32)<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei fehlender <a name=\"fehlende wirtschaftlichkeit\"><\/a>Wirtschaftlichkeit ist der Abriss notwendig:<\/p>\n<blockquote><p>Erhalt der st\u00e4dtebaulich-architektonischen Besonderheit, vorzugsweise durch Modernisierung der Bausubstanz oder &#8211; falls eine Modernisierung nicht mehr wirtschaftlich ist &#8211; durch <span style=\"color: #ff0000;\">Ersatzbebauung<\/span>, die die st\u00e4dtische Eigenart der Baustrukturen in zeitgem\u00e4\u00dfer Formensprache neu interpretiert (S. 32)<\/p><\/blockquote>\n<p><a name=\"Hinterh\u00e4user\"><\/a>Hinterh\u00e4user werden als \u00dcberformungen bezeichnet:<\/p>\n<blockquote><p>Die Beseitigung von baulichen \u00dcberformungen, wie z. B. Hinterh\u00e4user und Hofgeb\u00e4ude verbessert nicht nur das Wohnumfeld. Sie tr\u00e4gt auch dazu bei, nicht mehr ben\u00f6tigten Wohn- und Gewerberaum im Sinne des Stadtumbaus zur\u00fcckzubauen. (S. 33)<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr welche\u00a0<a name=\"Bev\u00f6lkerungsgruppen\"><\/a>Bev\u00f6lkerungsgruppen wird das Gebiet entwickelt?<\/p>\n<blockquote><p>In leer stehenden Geb\u00e4uden werden innovative Wohnformen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerungsgruppen entwickelt, f\u00fcr die das Wohnen in der Stadtmitte die mit den meisten Vorteilen verbundene Lebensform bedeutet. Das freiwilliges Hingehen, freiwilliges Bleiben und freiwilliges Wohnen werden durch \u00f6ffentliche F\u00f6rderung stabilisiert und gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>Gleichzeitig hei\u00dft das, die Vorz\u00fcge des Wohnens in zentraler Lage \u00f6ffentlich darzustellen und hier f\u00fcr alle Bev\u00f6lkerungsgruppen bedarfsgerechte Versorgungsstrukturen zu schaffen.<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>Die absehbare Bev\u00f6lkerungsentwicklung erfordert gemeinschaftliches Handeln, um den Anspr\u00fcchen der verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen gerecht zu werden.\u00a0(S. 34)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei soll Studierenden das besondere Augenmerk geschenkt werden:<\/p>\n<blockquote><p>Sicherung der wohnungsbezogenen Infrastruktur, insbesondere mit der Zielsetzung einer gemischten Bewohnerschaft mit besonderem Augenmerk auf Familien, Senioren und Studierende (S. 34)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Gebiet soll Angebote f\u00fcr alle <a name=\"Altersgruppen\"><\/a>Altersgruppen bieten:<\/p>\n<blockquote><p>Entwicklung eines den individuellen und gemeinschaftlichen Bed\u00fcrfnissen aller Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten entsprechenden Angebotes sozialer, kultureller und freizeitbezogener Infrastruktur (S. 36)<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><a name=\"Benachteiligte\"><\/a>Benachteiligte Gruppen sollen besonders gef\u00f6rdert werden:<\/span><\/p>\n<blockquote><p>Besondere Unterst\u00fctzung benachteiligter Gruppen als Beitrag zur F\u00f6rderung von Chancengleichheit und Toleranz (S. 36)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Defizite der <a name=\"\u00d6PNV\"><\/a>\u00d6PNV-Anbindung werden nicht genannt, es hei\u00dft nur:<\/p>\n<blockquote><p>Erhalt der \u00d6PNV-Anbindung (S. 36)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die B\u00fcrgerschaft soll beteiligt werden:<\/p>\n<blockquote><p>Aktivierung, Einbindung und Beteiligung der B\u00fcrgerschaft (S. 37)<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr den <a name=\"abriss freiheit\"><\/a>Bereich &#8220;S\u00fcdlicher Saalplatz&#8221; ist scheinbar der Abriss schon beschlossen:<\/p>\n<blockquote><p>Schwerste Bausch\u00e4den, unwirtschaftlicher Modernisierungsaufwand (S. 44)<\/p><\/blockquote>\n<p>Von dem Geb\u00e4ude Lange Stra\u00dfe 1 geht eine <a name=\"Bedrohung\"><\/a>Bedrohung (!) aus:<\/p>\n<blockquote><p>Ruin\u00f6se Geb\u00e4ude bedrohen die Geschlossenheit der Raumkanten (Lange Stra\u00dfe 1) (S. 45)<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Baudenkmal wird die Lange Stra\u00dfe 1 schon nicht mehr erw\u00e4hnt:<\/p>\n<blockquote><p>Baudenkmale: Lange Stra\u00dfe 3 und 5\u00a0(S. 45)<\/p><\/blockquote>\n<p><a name=\"erhalt\"><\/a>Bedeutende Geb\u00e4ude sollen erhalten werden:<\/p>\n<blockquote><p>Erhalt der Wohn- und Gesch\u00e4ftsh\u00e4user mit stadtgeschichtlicher Bedeutung\u00a0(S. 45)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die <a name=\"Raumkante\"><\/a>Sanierung der\u00a0Lange Stra\u00dfe 1 wird angek\u00fcndigt:<\/p>\n<blockquote><p>Erhalt bzw. Wiederherstellung der Geschlossenheit der Raumkante im Bereich des Grundst\u00fccks Lange Stra\u00dfe 1\u00a0(S. 45)<\/p><\/blockquote>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Aufruf zur b\u00fcrgerschaftlichen Diskussion des Projektes &#8220;Fokus Saale&#8221; Das Konzept &#8220;Fokus Saale&#8221; bildet nach dem Beschluss des Stadtrates am 23.06.2011 die verbindliche Grundlage f\u00fcr die weitere Entwicklung des Stadtviertels um den Altst\u00e4dter Markt und den Saalplatz. 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