{"id":2405,"date":"2016-04-13T11:37:05","date_gmt":"2016-04-13T09:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/?p=2405"},"modified":"2016-04-13T11:39:36","modified_gmt":"2016-04-13T09:39:36","slug":"leserbrief-mehr-aus-bernburg-machen-vom-11-04-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2016\/04\/13\/leserbrief-mehr-aus-bernburg-machen-vom-11-04-2016\/","title":{"rendered":"Leserbrief &#8220;Mehr aus Bernburg machen&#8221; vom 11.04.2016"},"content":{"rendered":"<p>Ein Leserbrief zu dem am 17.03.2016 im Bernburger Lokalteil der MZ auf Seite 11 erschienenen Artikel \u00a0\u201eFalscher Adressat\u201c. Darin ging es um Reaktionen auf meine Aufforderung an den Bernburger Oberb\u00fcrgermeister H. Sch\u00fctze, das Jahr 2017 zu einer Neupositionierung des Schlosses Bernburg in der sachsen-anhaltischen Landeskultur zu nutzen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Leserbrief\u00a0zum Artikel \u201eFalscher Adressat\u201c vom 17.03.2016, Lokalteil S. 11 (siehe unten),\u00a0erschienen am 11.04.2016<\/strong><\/p>\n<p>Das erste Treffen der Arbeitsgruppe \u201eReformation 2017\u201c unter Beteiligung von Herrn Koller, Frau Schmidt (Kulturamt der Stadt Bernburg), Herrn Mei\u00dfner (Beauftragter f\u00fcr Stadtmarketing) und der durch mich vertretenen Kulturstiftung Bernburg fand am 25.03.2014 statt. Von Anfang an machte ich im Rahmen der AG-Treffen deutlich, dass die Kulturstiftung Bernburg die Aktivit\u00e4ten zum Reformationsjahr 2017 als gro\u00dfe Chance f\u00fcr eine nachhaltige Revitalisierung des Bernburger Schlosses sieht. Der Impuls 2017 sollte unserer Meinung nach genutzt werden, um das bereits auf der Sitzung des Landesdenkmalrates am 06.12.2007 von der Stadtverwaltung Bernburg angek\u00fcndigte \u201eganzheitliche Nutzungskonzept\u201c f\u00fcr das Schloss Bernburg nun endlich in Angriff zu nehmen. Der Erschlie\u00dfung von \u00fcberregional bedeutsamen Themenkomplexen mit Alleinstellungspotenzial f\u00fcr das Schloss Bernburg kommt dabei eine zentrale Rolle zu.<\/p>\n<p>Die Kulturstiftung Bernburg hat in den Jahren seit 2007 zwei landesgeschichtliche Themen unter den \u201egriffigen\u201c Marketing-Titeln \u201eSchloss Bernburg: Herz und Wiege Sachsen-Anhalts\u201c und \u201eF\u00fcrstenreformation und Reformationsf\u00fcrsten\u201c auf wissenschaftlicher Basis herausgearbeitet. W\u00e4hrend man offensichtlich diesen Themen in Bernburg nur wenig Potenzial \u00fcber 2017 hinaus zutraut, griff Wittenberg dankbar zu. Unsere j\u00fcngste Publikation \u201eRomanische Sakralbauten auf dem Bernburger Schlossberg\u201c wurde von den Autoren der k\u00fcrzlich er\u00f6ffneten Ausstellung zu den s\u00e4chsischen Askaniern in der \u201eHistorische Stadtinformation\u201c in Wittenberg inhaltlich zur Kenntnis genommen. Ein ca. 2x3m gro\u00dfes Bild des Bernburger Schlosses, als dem historischen Schauplatz des \u201eBernburger Erbfalls\u201c, pr\u00e4gt nun an zentraler Stelle die Ausstellung zum askanischen Kurf\u00fcrsten Rudolf II., dem Ururenkel des 1212 in Bernburg verstorbenen Herzogs Bernhard von Sachsen, am Wittenberger Arsenalplatz. Das Ereignis des \u201eBernburger Erbfalls 1212\u201c bildet also in Wittenberg die Begr\u00fcndung f\u00fcr die neuartige Aussage, dass das Bundesland Sachsen-Anhalt seinen Namen einer mittelalterlichen s\u00e4chsisch-anhaltischen Landesgeschichte verdankt und es sich somit keinesfalls um ein \u201ek\u00fcnstliches\u201c oder \u201egeschichtsloses\u201c Gebilde handelt. Allen Bernburgern, die sich einen Eindruck von der Bedeutung des Schlosses Bernburg und des Ereignisses 1212 f\u00fcr die Landesgeschichte machen wollen, sei ein Besuch der \u201eHistorischen Stadtinformation\u201c in Wittenberg w\u00e4rmstens empfohlen. Vielleicht w\u00e4re ein Betriebsausflug dorthin ja auch f\u00fcr die Stadtverwaltung einmal interessant, um in Wittenberg auf 700 Quadratmetern zu erleben, welche Rolle Schloss Bernburg f\u00fcr die neue s\u00e4chsisch-anhaltische Selbstwahrnehmung spielt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend also das Datum 1212 in Wittenberg als Grundlage der \u201ehistorischen Visitenkarte\u201c unseres Bundeslandes f\u00fcr die internationalen G\u00e4ste des Jahres 2017 genutzt wird, z\u00f6gert man in Bernburg, die Potenziale des Schlosses auszuspielen. Hier sollten Stadt und Verwaltung selbstbewusst auf Partner im Land zugehen. Dabei geht es nicht darum, aus Bernburg einen \u201eNabel der Welt\u201c zu machen. Aber der \u201eBernburger Erbfall 1212\u201c macht immerhin Schloss Bernburg zum historischen \u201eNabel des Landes Sachsen-Anhalt\u201c!<\/p>\n<p>Die aus den neuen konzeptionellen Ans\u00e4tzen resultierenden Chancen f\u00fcr das Bernburger Schloss stellte ich als Vertreter der Kulturstiftung Bernburg den fachlich zust\u00e4ndigen Aussch\u00fcssen des Stadtrates am 09.04.2015 (Kulturausschuss) und 01.12.2015 (Planungsausschuss) in multimedialen Pr\u00e4sentationen vor und erhielt dort, neben der wohlwollenden Zustimmung der Stadtr\u00e4te, auch die Empfehlung, die Vorhaben weiter zu verfolgen. Nachdem eine von der Kulturstiftung Bernburg an Oberb\u00fcrgermeister Sch\u00fctze am 20.01.2016 schriftlich herangetragene Bitte zur \u00dcbernahme der Federf\u00fchrung bei der Organisation eines \u00fcberregionalen Arbeitsgespr\u00e4ches zur thematischen Einbindung institutioneller Partner auf Landesebene bei der Pr\u00e4sentation des Schlosses Bernburg im Jahr 2017 ohne Reaktion blieb, richtete die Kulturstiftung Bernburg am 16.02.2016 ein entsprechendes Schreiben an den Vorsitzenden des Kulturausschusses, Herrn Eberhard Balzer.<\/p>\n<p>Der Kulturausschuss sprach sich bei seiner Sitzung am 18.02.2016 daf\u00fcr aus, dass Oberb\u00fcrgermeister Sch\u00fctze nun entsprechend unserer vorgetragenen Bitte aktiv werden sollte. Herr Balzer verpflichtete sich gegen\u00fcber den Ausschussmitgliedern, dieses Anliegen an Herrn Sch\u00fctze heranzutragen. Ein Gespr\u00e4chsangebot des Oberb\u00fcrgermeisters zu diesem Thema liegt mir, anders als im Artikel behauptet, bisher nicht vor.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>MZ-Presseartikel vom 17.03.2016<\/strong><\/p>\n<h2><strong>Falscher Adressat <\/strong><\/h2>\n<p><strong>Schreiben von Olaf B\u00f6hlk zum Reformationsjubil\u00e4um sorgt f\u00fcr Diskussionen. <\/strong><\/p>\n<p><strong>VON SUSANNE SCHLAIKIER <\/strong><\/p>\n<p>BNERBURG\/MZ &#8211; Wenn im n\u00e4chsten Jahr allerorts das Reformationsjubil\u00e4um gefeiert wird, will sich auch Bernburg beteiligen. Martin Luther war zwar nie in der Saalestadt &#8211; aber es finden sich Spuren des Reformators. Daher besch\u00e4ftigt sich eine Arbeitsgruppe &#8211; bestehend aus Vertretern der Stadt, der Kirche, dem Museum, dem Tourismusbereich, der Kulturstiftung, der Hochschule und des Landkreises damit, wie sich das Jubil\u00e4um touristisch vermarkten l\u00e4sst (die MZ berichtete). Einer der H\u00f6hepunkte ist zweifelsohne der Europ\u00e4ische Stationenweg, zu dem Bernburg als einer der wenigen St\u00e4dte der Region geh\u00f6rt. Aber auch das Bernburger Schloss mit seiner Leuchte &#8211; erbaut in Zeiten von F\u00fcrst Wolfgang von Anhalt K\u00f6then (1492-1566), einem Unterst\u00fctzer der Reformation, soll G\u00e4ste anlocken.<\/p>\n<p>Olaf B\u00f6hlk, Mitarbeiter der Kulturstiftung, macht sich aber schon jetzt Gedanken dar\u00fcber, wie es nach 2017 mit der Vermarktung des Schlosses weitergehen soll. Er m\u00f6chte deshalb noch in diesem Jahr einen Workshop mit mehreren beteiligten Partnern organisieren &#8211; und daf\u00fcr die Stadt hauptverantwortlich ins Boot holen. Ein entsprechender Vorschlag &#8211; in Form eines Briefes &#8211; ist bereits im Kulturausschuss thematisiert worden. Dort hatten die Mitglieder mehrheitlich ihre Zustimmung signalisiert. W\u00e4hrend des j\u00fcngsten Hauptausschusses brachte der Vorsitzende des Kulturausschusses Eberhard Balzer (Die Linke) noch einmal die Sprache auf jenes Schreiben.<\/p>\n<p>Daraufhin \u00e4u\u00dferten gleich mehrere Beteiligte ihr Unverst\u00e4ndnis \u00fcber die Vorgehensweise von Olaf B\u00f6hlk. Denn der eigentliche Adressat eines solchen Schreibens, sagte etwa J\u00fcrgen Weigelt (CDU), sei nicht der Oberb\u00fcrgermeister, sondern der Stadtrat. Auch Oberb\u00fcrgermeister Henry Sch\u00fctze (parteilos) w\u00fcrdigte das Engagement B\u00f6hlks, unter anderem in besagter Arbeitsgruppe. &#8220;Wir wollen seine Qualit\u00e4ten auch weiter nutzen&#8221;, betonte Sch\u00fctze. Allerdings h\u00e4lt er einen solchen Brief f\u00fcr ungeeignet. Er habe Olaf B\u00f6hlk schon mehrfach ein Gespr\u00e4ch angeboten, doch bisher sei es nicht dazu gekommen, so Sch\u00fctze. Auch Kulturdezernent Paul Koller \u00e4u\u00dferte sein Unverst\u00e4ndnis. &#8220;Ich finde das Vorgehen juristisch fragw\u00fcrdig.&#8221; Die Arbeitsgruppe leiste gute Arbeit, dort werde die Arbeit koordiniert. Es w\u00fcrden Publikationen ver\u00f6ffentlicht, Ausstellungen vorbereitet und auch der Umzug zum Stadtfest w\u00fcrde sich thematisch auf das Reformationsjubil\u00e4um einstellen. Es seien viele Mosaiksteinchen, die in diesem und n\u00e4chsten Jahr realisiert werden. Das Reformationsjubil\u00e4um k\u00f6nne eine Chance f\u00fcr die Stadt sein, so Koller. &#8220;Ich glaube, dass wir einen bedeutenden Beitrag leisten k\u00f6nnen.&#8221; Er sagt aber auch: &#8220;Wir sind nicht der Nabel der Welt.&#8221; Die G\u00e4ste w\u00fcrden gewiss nicht in Scharen nach Bernburg str\u00f6men.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Leserbrief zu dem am 17.03.2016 im Bernburger Lokalteil der MZ auf Seite 11 erschienenen Artikel  \u201eFalscher Adressat\u201c. Darin ging es um Reaktionen auf meine Aufforderung an den Bernburger Oberb\u00fcrgermeister H. 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