{"id":226,"date":"2011-06-09T07:07:08","date_gmt":"2011-06-09T05:07:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/?p=226"},"modified":"2011-06-09T07:07:08","modified_gmt":"2011-06-09T05:07:08","slug":"mz-artikel-vom-09-06-2011-was-sind-bernburg-die-studenten-wert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2011\/06\/09\/mz-artikel-vom-09-06-2011-was-sind-bernburg-die-studenten-wert\/","title":{"rendered":"MZ-Artikel vom 09.06.2011 &#8211; Was sind Bernburg die Studenten wert?"},"content":{"rendered":"<h1>Was sind Bernburg die Studenten wert?<\/h1>\n<h2>DISKUSSION Forum der B\u00fcndnisgr\u00fcnen \u00fcber die Hochschulstadt und ihr Verh\u00e4ltnis zu den Studierenden. Kritik an schlechten Busverbindungen &#8211; der letzte Bus f\u00e4hrt noch vor dem Vorlesungsende.<\/h2>\n<p>VON SUSANNE WEIHMANN<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_146\" aria-describedby=\"caption-attachment-146\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/mz-artikel-06.04.2011-bild.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-146\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/mz-artikel-06.04.2011-bild-300x193.jpg\" alt=\"Olaf B\u00f6hlk w\u00fcnscht sich eine Sanierung der alten Bernburger Bergstadt, des letzten mittelalterlichen Stra\u00dfenraums. FOTO: ENGELBERT P\u00dcLICHER\" width=\"300\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/mz-artikel-06.04.2011-bild-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/mz-artikel-06.04.2011-bild.jpg 548w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-146\" class=\"wp-caption-text\">In der Bernburger Freiheit k\u00f6nnte sich studentisches Leben ansiedeln - so Olaf B\u00f6hlks Ideen zur Stadtentwicklung.  FOTO: ENGELBERT P\u00dcLICHER <\/figcaption><\/figure>\n<p>BERNBURG\/MZ<\/strong> &#8211; Ist Bernburg nun eine Hochschulstadt oder ein Hochschulstandort? F\u00fcr Erich Buhmann und Wolfgang Pilz ist das kein Synonym, das wahlweise verwendet werden kann. F\u00fcr die beiden Gr\u00fcnen-Politiker ist das ein gro\u00dfer Unterschied.<!--more--> &#8220;Andere St\u00e4dte werben viel offensiver mit ihrer Hochschule&#8221;, sagte Buhmann am Montag beim Forum der Gr\u00fcnen, zu der neben Studenten und Stadtr\u00e4ten weitere G\u00e4ste eingeladen waren, und gab damit die Worte seines Parteifreundes Pilz wieder, der nicht dabei sein konnte. Es ging einmal mehr um die Frage, wie die Studenten aus Strenzfeld in die Innenstadt gelockt werden k\u00f6nnten. Buhmann, selbst Hochschulprofessor, meint, die Stadt m\u00fcsste die jungen Leute viel mehr willkommen hei\u00dfen.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Andere St\u00e4dte werben viel offensiver mit ihrer Hochschule.&#8221;\u00a0Erich Buhmann,\u00a0Hochschulprofessor<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Chance w\u00fcrde dabei laut Erich Buhmann gleich am ersten Wochenende zu Semesterbeginn bestehen &#8211; mit einem gro\u00dfen Fest auf dem Markt. Oder an einem anderen Ort, beispielsweise in einem leer stehenden Fabrikgeb\u00e4ude, wie es in anderen Hochschulst\u00e4dten derzeit &#8220;in&#8221; ist. Doch Ulrike M\u00fcller, Vertreterin der Fachschaft, ist da skeptisch, zum einen aus versicherungstechnischen Gr\u00fcnden (&#8220;Wer will die Verantwortung \u00fcbernehmen, wenn jemand besoffen in die Saale f\u00e4llt?&#8221;). Zum anderen wei\u00df sie aus Erfahrung, dass viele Studenten ohnehin am Wochenende nach Hause fahren, und auch die Studienanf\u00e4nger gleich am ersten Wochenende im Semester. Zudem, so argumentierte sie, gebe es bereits den Imma-Ball, der traditionell im Bernabeum stattfindet und auch gut angenommen wird. Sie k\u00f6nnte sich h\u00f6chstens vorstellen, dass die Stadt viel st\u00e4rker bei der feierlichen Immatrikulation vertreten ist, etwa mit Informationsst\u00e4nden.<\/p>\n<p>M\u00fcller erz\u00e4hlte, dass es derzeit zur Begr\u00fc\u00dfung der &#8220;Neuen&#8221; einen Sportsack mit Werbemitteln, etwa einem Kino-Gutschein, Stiften und Bl\u00f6cken gibt. &#8220;Das meiste m\u00fcssen wir aber als Fachschaft schon selber kaufen, denn die Spendierfreudigkeit der Gesch\u00e4fte nimmt zunehmend ab&#8221;, sagte sie. Zudem gibt die Fachschaft zusammen mit der Stadt einen Kalender heraus, in dem es Gutscheine f\u00fcr einen einmaligen Eintritt in das Schwimmbad und Museum gibt. Das sei aber ihrer Meinung nach zu wenig. Vor allem vermisst sie Verg\u00fcnstigungen in den Freizeiteinrichtungen f\u00fcr Studenten. &#8220;Nirgends gibt es Studentenerm\u00e4\u00dfigung&#8221;, bedauert sie. Das sei in anderen St\u00e4dten anders.<\/p>\n<p>Erneut kam auch das Thema der Busverbindungen nach Strenzfeld zur Sprache: W\u00e4hrend Erich Buhmann vor allem f\u00fcr ein Semesterticket, das Sachsen-Anhalt sowie Leipzig umfasst, pl\u00e4diert, h\u00e4lt M\u00fcller eine bessere Koordination als ersten Schritt schon einmal hilfreich. &#8220;Der letzte Bus f\u00e4hrt um 18.45 Uhr, die Vorlesung endet aber erst um 19 Uhr&#8221;, schilderte sie die aktuelle Situation. &#8220;Es w\u00e4re also schon sch\u00f6n, der Bus w\u00fcrde um 19.15 Uhr fahren.&#8221; Auch k\u00f6nne man nicht von allen Studenten erwarten, dass sie mit dem Fahrrad fahren &#8211; zumal das im Winter nicht ungef\u00e4hrlich ist. W\u00fcrde auch zu sp\u00e4terer Stunde ein Bus zwischen Strenzfeld und Innenstadt verkehren, k\u00f6nnte auch das Hochschul-Kino in das &#8220;Capitol&#8221;-Kino verlegt werden. Die Besitzerin habe schon ihre Zustimmung signalisiert, erz\u00e4hlten die Studenten. So aber findet es vorerst weiter auf dem Campus statt.<\/p>\n<p>Die schlechte Verkehrsanbindung war f\u00fcr Naturschutz-Student Christian Koppitz nach eigenen Aussagen ein Grund, weswegen er sich gegen eine Wohnung in der Stadt entschieden hat. Auch Olaf B\u00f6hlk, Ur-Bernburger und Mitarbeiter der Bernburger Kulturstiftung, wei\u00df um die verkehrstechnisch &#8220;saum\u00e4\u00dfige Situation&#8221;. B\u00f6hlk sieht aber prinzipiell &#8220;eine Chance, die Studenten mehr in die Stadt zu locken&#8221;. Er w\u00fcnscht sich vor allem ein Umdenken: Dass die Studenten vielmehr ins Bewusstsein der Bernburger r\u00fccken. &#8220;Was sind euch die Studenten wert?&#8221;, fragt er und hat auch gleich eine Antwort parat: &#8220;Wenn die Bernburger alle Studenten mit einem L\u00e4cheln begr\u00fc\u00dfen, haben wir schon viel erreicht.&#8221; Immerhin seien die jungen Leute nicht nur die Zukunft. Sie w\u00fcrden auch f\u00fcr eine alternative Kultur sorgen.<\/p>\n<p>Seiner Meinung nach m\u00fcsse es vor allem attraktiven, bezahlbaren Wohnraum f\u00fcr die Studenten geben. Man m\u00fcsste die Studenten nach dem &#8220;W\u00e4chterhaus-Konzept&#8221; verpflichten, selber Hand anzulegen und die H\u00e4user zun\u00e4chst einmal zu sichern. Ein \u00e4hnliches Projekt gebe es bereits in Merseburg, dort sei ein neues Szene- und Studentenviertel entstanden. Geeignet h\u00e4lt er daf\u00fcr das H\u00e4user-Ensemble der &#8220;Freiheit&#8221; &#8211; zwischen Langer Stra\u00dfe und Saalplatz (die MZ berichtete) &#8211; ein St\u00fcck echter Bernburger Stadtgeschichte. Es sei ein &#8220;interessantes Wohnviertel&#8221;, das ein bisschen an Montmarte in Paris erinnere. &#8220;Hier wurde fr\u00fcher viel gemalt&#8221;, sagt B\u00f6hlk. Auch der Innenhof sei reizvoll. Er w\u00fcnscht sich f\u00fcr die Studenten, aber auch f\u00fcr alle anderen Bernburger, einen Platz, &#8220;wo nicht nur gewohnt wird, sondern der eine alternative Kultur hat&#8221;.<\/p>\n<p>Erich Buhmann fasste es abschlie\u00dfend so zusammen: Um f\u00fcr Studenten attraktiv zu sein, brauche es ein ansprechendes Willkommenspaket, Wohnraum nach dem W\u00e4chterhaus-Konzept, das Mitwirken des \u00d6ffentlichen Personennahverkehrs und ein besseres Freizeitangebot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was sind Bernburg die Studenten wert? DISKUSSION Forum der B\u00fcndnisgr\u00fcnen \u00fcber die Hochschulstadt und ihr Verh\u00e4ltnis zu den Studierenden. Kritik an schlechten Busverbindungen &#8211; der letzte Bus f\u00e4hrt noch vor dem Vorlesungsende. VON SUSANNE WEIHMANN BERNBURG\/MZ &#8211; Ist Bernburg nun eine Hochschulstadt oder ein Hochschulstandort? 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