{"id":1544,"date":"2013-07-02T20:16:26","date_gmt":"2013-07-02T18:16:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/?p=1544"},"modified":"2013-11-25T13:51:13","modified_gmt":"2013-11-25T12:51:13","slug":"bernburg-hochwasser-2013-teil1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2013\/07\/02\/bernburg-hochwasser-2013-teil1\/","title":{"rendered":"Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser &#8211; die Saaleflut 2013 &#8211; Teil I"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Talstadt-lines-T1.png\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1638\" alt=\"Talstadt-lines-T1\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Talstadt-lines-T1-300x300.png\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Talstadt-lines-T1-300x300.png 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Talstadt-lines-T1-150x150.png 150w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Talstadt-lines-T1-144x144.png 144w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Talstadt-lines-T1.png 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das Hochwasserereignis 2013 war weder eine &#8220;unvorhersehbare&#8221; Katastrophe, noch handelte es sich um ein &#8220;Jahrtausendhochwasser&#8221;. Mit dem Sommerhochwasser 2013 ging ein relativ hochwasserarmer 65-j\u00e4hriger Zeitabschnitt an der Saale zu Ende.<\/p>\n<p>Das Hochwasser 2013 kam <a href=\"#wetter\">nicht \u00fcberraschend<\/a>. Die eingetretene klimatische und hydrologische Situation war als Ausl\u00f6ser f\u00fcr Katastrophenhochwasser der Saale <a href=\"#klassisch\">bekannt<\/a> und in der einschl\u00e4gigen Literatur beschrieben. Die Werte zur Bodens\u00e4ttigung und die Verteilung der Niederschlagsmengen standen &#8211; dank modernster Messtechnik -&#8220;just in time&#8221; zur Verf\u00fcgung. Dass sich viele Verantwortungstr\u00e4ger von den eintretenden Pegeln \u00fcberrascht zeigten, wirft Fragen \u00fcber die Effizienz und die fachliche Qualifikation des Hochwasserschutzes in unserem Bundesland auf.<!--more--><\/p>\n<p>Bereits seit August 2012 stand der Landesverwaltung Sachsen-Anhalt <a href=\"#karten\">Kartenmaterial<\/a> zur Verf\u00fcgung, welches verbl\u00fcffend exakt die \u00dcberflutungsgebiete des Hochwassers 2013 an der Saale &#8211; auch f\u00fcr die Talstadt Bernburg &#8211; vorhersagte.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst versagten in der Katastrophe die offiziellen <a href=\"#infomanagement\">Informationsmedien<\/a>. Eine Risiko-Lageeinsch\u00e4tzung durch die Bev\u00f6lkerung auf Basis der bestehenden Informationen war w\u00e4hrend des Hochwassers nur schwer m\u00f6glich. Im Verlauf der Katastrophe fielen <a href=\"#offline\">Pegelanzeigen<\/a> aus und die entsprechende Webseite der\u00a0(HVZ) des Landesbetriebes f\u00fcr Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft\u00a0brach zusammen. Belastbare Informationen waren schwer zu bekommen. Offensichtlich verf\u00fcgten die Krisenst\u00e4be scheinbar weder \u00fcber eine integrierte Medienstrategie noch \u00fcber die technischen und personellen Voraussetzungen zur medialen Steuerung einer Gro\u00dfkatastrophe.<\/p>\n<p>Dass es dennoch gelang, die entsprechenden Hilfskr\u00e4fte in Bernburg zu akquirieren und damit das schlimmste Szenario \u00a0zu verhindern, ist letztendlich auch der b\u00fcrgerschaftlichen Selbstorganisation junger Menschen zu verdanken, die soziale Medien wie <a href=\"#fb\">Facebook<\/a> benutzten, um ihre Hilfe zu organisieren.<\/p>\n<h1><b>Teil I &#8211; Eine Gro\u00dfkatastrophe in der &#8220;Informationsgesellschaft&#8221; &#8211; Das Hochwasser an der unteren Saale als Herausforderung f\u00fcr ein modernes Krisenmanagement<\/b><\/h1>\n\n<h1><b><a name=\"wetter\"><\/a>Eine Katastrophe k\u00fcndigt sich an<\/b><\/h1>\n<p>Bei kaum einem Ereignis seit der politischen Wende kam es in der Saale-Region zu einer \u00e4hnlich gro\u00dfen Bereitschaft zur Hilfe wie beim vergangenen Hochwasser des Jahres 2013. Professionelle und ehrenamtliche Helfer k\u00e4mpften &#8211; oft bis an den Rand der Ersch\u00f6pfung &#8211; gegen die Fluten und halfen betroffenen Einwohnern selbstlos. Auch in den Verwaltungen gaben zahlreiche Mitarbeiter ihr Bestes.<\/p>\n<p>Es muss aber festgestellt werden, dass gerade bei dieser Gro\u00dfkatastrophe auch Schw\u00e4chen im \u00f6ffentlichen Hochwasserschutz-System unseres Bundeslandes aufgezeigt wurden. Der folgende, dreiteilige Text will als subjektive Meinungs\u00e4u\u00dferung auf einige dieser Schwachpunkte hinweisen und Informationen zum Thema Hochwasserschutz in Bernburg bereitstellen.<\/p>\n<p>Bereits vor dem Bernburger Stadtfest, in der Woche vom 27.05.2013 kam es zu einem Anstieg des Bernburger Unterpegels von 317cm auf 442cm am 30.05.2013 um 2:00 Uhr.<\/p>\n<p>Zu diesem Anstieg des Saalepegels f\u00fchrten Starkniederschl\u00e4ge, vor denen am 25.05.2013 in den Medien gewarnt wurde <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-1\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-1\">1<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>Die Regenf\u00e4lle traten wie angek\u00fcndigt ein. Folgerichtig wies das Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe am 27.05.2013 auf die Hochwassergefahr, unter anderem f\u00fcr die Saale hin<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-2\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-2\">2<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>Am 28.05.2013 wird die zust\u00e4ndige Fachbereichsleiterin des Fachbereich III (Gesundheit, Ordnung, Sicherheit) des Salzlandkreises, Frau Reingard Stephan in einem MZ-Artikel zum starken Anstieg des Hochwasserpegels in Bernburg mit folgenden Worten zitiert: <em>\u201e<span style=\"color: #008000;\">Es ist nichts in Sicht, was zur Beunruhigung Anlass gibt<\/span>\u201c<\/em>. In seinem Artikel f\u00fchrt der MZ-Redakeur Andreas Braun, weiterhin zu Frau Stephan aus: <em>\u201e<span style=\"color: #008000;\">In ihrem Dezernat ist auch der Katastrophenschutz eingegliedert. Der Wetterbericht geh\u00f6rt somit zu ihrer t\u00e4glichen Lekt\u00fcre<\/span>\u201c<\/em><sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-3\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-3\">3<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>Ebenfalls am 28.05.2013 erschien auf der Webseite der MZ ein Artikel, welcher neue, ergiebige Regenf\u00e4lle f\u00fcr die zweite Wochenh\u00e4lfte ank\u00fcndigte<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-4\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-4\">4<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>Schon zu diesem Zeitpunkt herrschte, laut einer DWD-Pressemitteilung vom 31.05.2013, im Einzugsgebiet der Saale eine so extreme Bodenfeuchte, wie sie seit 50 Jahren nicht mehr beobachtet wurde<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-5\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-5\">5<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1609\" aria-describedby=\"caption-attachment-1609\" style=\"width: 584px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-2.png\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1609\" alt=\"Diese Abbildung zeigt die Bodenfeuchte zum Zeitpunkt Ende Mai 2013 als Mittelwert \u00fcber ganz Deutschland und verdeutlicht den extremen Wert in diesem Jahr. (Quelle: DWD)\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-2-1024x629.png\" width=\"584\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-2-1024x629.png 1024w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-2-300x184.png 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-2-488x300.png 488w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-2-900x553.png 900w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-2-800x492.png 800w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-2.png 1222w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1609\" class=\"wp-caption-text\">Diese Abbildung zeigt die Bodenfeuchte zum Zeitpunkt Ende Mai 2013 als Mittelwert \u00fcber ganz Deutschland und verdeutlicht den extremen Wert in diesem Jahr. (Quelle: DWD)<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_1608\" aria-describedby=\"caption-attachment-1608\" style=\"width: 584px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-1.png\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1608\" alt=\"Die Abbildung zeigt die Bedingungen am Beispiel von Fl\u00e4chen mit Wintergetreide auf leichten Standorten. W\u00e4hrend zu diesem Zeitpunkt in Deutschland im Mittel eine Bodenfeuchte von ca. 60 Prozent nutzbarer Feldkapazit\u00e4t besteht, sind es aktuell 95 Prozent. (Quelle: DWD)\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-1-1024x576.png\" width=\"584\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-1-1024x576.png 1024w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-1-300x169.png 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-1-500x281.png 500w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-1-900x507.png 900w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-1.png 1200w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/20130531_Agrarinfo-1-800x451.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1608\" class=\"wp-caption-text\">Die Abbildung zeigt die Bedingungen am Beispiel von Fl\u00e4chen mit Wintergetreide<br \/>auf leichten Standorten. W\u00e4hrend zu diesem Zeitpunkt in Deutschland im Mittel<br \/>eine Bodenfeuchte von ca. 60 Prozent nutzbarer Feldkapazit\u00e4t besteht, sind es aktuell 95 Prozent. (Quelle: DWD)<\/figcaption><\/figure>\n<h2><b><a name=\"klassisch\"><\/a>Eine klassische Situation f\u00fcr Hochwasserkatastrophen der Saale<\/b><\/h2>\n<p>Sp\u00e4testens am 31.05.2013 stand damit fest, dass eine \u00fcberdurschnittliche Hochwassergefahr bestand. Die Verbindung von hoher Bodenfeuchte und hohen Niederschlagsmengen gilt als klassische Gefahrensituation f\u00fcr extreme Hochwasser der Saale<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-6\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-6\">6<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p><em>\u201c<span style=\"color: #008000;\">Gerade die seltenen, schweren Hochwasser vergangener Jahrhunderte, die durch lang anhaltende und gro\u00dffl\u00e4chige Niederschl\u00e4ge ausgel\u00f6st wurden (wie z. B. im Juni \/ Juli 1871 und im November 1890), verursachten stets katastrophale Verluste. Sie sollten angesichts aktueller Entwicklungen verst\u00e4rkt zur Kenntnis genommen werden. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass sich die in den Quellen zum Teil ausf\u00fchrlich beschriebenen hydrometeorologischen Ausgangskonstellationen zuk\u00fcnftig nicht mehr wiederholen.<\/span>\u201d <\/em><sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-7\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-7\">7<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<div class='dropshadowboxes-container ' style='width:100%;'>\r\n                            <div class='dropshadowboxes-drop-shadow dropshadowboxes-rounded-corners dropshadowboxes-inside-and-outside-shadow dropshadowboxes-lifted-both dropshadowboxes-effect-default' style=' border: 2px solid #DDD; height:; background-color:white;    '>\r\n                            <\/p>\n<p><strong>Tabelle: Historische Hochwasserst\u00e4nde umgerechnet auf den Pegel Halle-Trotha<\/strong> nach Aurada u. R\u00f6del (2005), Widerspiegelung von Natur-, Technik- und Kulturgeschichte im Landschaftsbild des mitteldeutschen Raumes, S. 52<\/p>\n<p><strong>Erkl\u00e4rung:<\/strong> Spalte &#8220;Art&#8221; s-Sommerhochwasser, w-Winterhochwasser, (b)-speicherwirtschaftlich beeinflusst, (x)-von mir erg\u00e4nzt<\/p>\n<p>\n<table id=\"tablepress-1\" class=\"tablepress tablepress-id-1\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1\">\n\t<th class=\"column-1\">Pegel in cm<\/th><th class=\"column-2\">Datum<\/th><th class=\"column-3\">Art<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\">975<\/td><td class=\"column-2\">1585-08-10<\/td><td class=\"column-3\">s<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">1015<\/td><td class=\"column-2\">1595-03-02<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\">903<\/td><td class=\"column-2\">1601-12-26<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5\">\n\t<td class=\"column-1\">889<\/td><td class=\"column-2\">1622-04-16<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6\">\n\t<td class=\"column-1\">858<\/td><td class=\"column-2\">1655-02-02<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7\">\n\t<td class=\"column-1\">998<\/td><td class=\"column-2\">1658-02-21<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-8\">\n\t<td class=\"column-1\">935<\/td><td class=\"column-2\">1661-08-08<\/td><td class=\"column-3\">s<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-9\">\n\t<td class=\"column-1\">843<\/td><td class=\"column-2\">1682-01-19<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-10\">\n\t<td class=\"column-1\">838<\/td><td class=\"column-2\">1709-12-05<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-11\">\n\t<td class=\"column-1\">896<\/td><td class=\"column-2\">1752-08-02<\/td><td class=\"column-3\">s<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-12\">\n\t<td class=\"column-1\">910<\/td><td class=\"column-2\">1757-08-07<\/td><td class=\"column-3\">s<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-13\">\n\t<td class=\"column-1\">881<\/td><td class=\"column-2\">1784-02-29<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-14\">\n\t<td class=\"column-1\">1012<\/td><td class=\"column-2\">1799-02-23<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-15\">\n\t<td class=\"column-1\">935<\/td><td class=\"column-2\">1803-06-02<\/td><td class=\"column-3\">s<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-16\">\n\t<td class=\"column-1\">925<\/td><td class=\"column-2\">1830-02-27<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-17\">\n\t<td class=\"column-1\">823<\/td><td class=\"column-2\">1831-08-03<\/td><td class=\"column-3\">s<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-18\">\n\t<td class=\"column-1\">915<\/td><td class=\"column-2\">1845-02-13<\/td><td class=\"column-3\">w<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-19\">\n\t<td class=\"column-1\">745<\/td><td 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class=\"column-3\">s (b)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-27\">\n\t<td class=\"column-1\">600<\/td><td class=\"column-2\">1961-06-13<\/td><td class=\"column-3\">s (b)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-28\">\n\t<td class=\"column-1\">542<\/td><td class=\"column-2\">1970-04-23<\/td><td class=\"column-3\">w (b)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-29\">\n\t<td class=\"column-1\">518<\/td><td class=\"column-2\">1979-03-19<\/td><td class=\"column-3\">w (b)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-30\">\n\t<td class=\"column-1\">587<\/td><td class=\"column-2\">1980-04-30<\/td><td class=\"column-3\">w (b)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-31\">\n\t<td class=\"column-1\">575<\/td><td class=\"column-2\">1981-03-14<\/td><td class=\"column-3\">w (b)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-32\">\n\t<td class=\"column-1\">560<\/td><td class=\"column-2\">1987-03-31<\/td><td class=\"column-3\">w (b)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-33\">\n\t<td class=\"column-1\">613<\/td><td class=\"column-2\">1988-04-04<\/td><td class=\"column-3\">w 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data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1578\" alt=\"Karte der Niederschlagsmenge in 72 Stunden (Liter pro Quadratmeter) in Zentraleuropa bis 2. Juni 2013, Quelle: Wikipedia, Autor: Alexrk2 (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.)\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Central_Europe_72h_rain_fall_at_2._June_2013.png\" width=\"674\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Central_Europe_72h_rain_fall_at_2._June_2013.png 674w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Central_Europe_72h_rain_fall_at_2._June_2013-300x252.png 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Central_Europe_72h_rain_fall_at_2._June_2013-356x300.png 356w\" sizes=\"auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1578\" class=\"wp-caption-text\">Karte der Niederschlagsmenge in 72 Stunden (Liter pro Quadratmeter) in Zentraleuropa bis 2. Juni 2013, Quelle: Wikipedia, Autor: Alexrk2 (This file is licensed under the <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\">Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den auf den 31.05.2013 folgenden Tagen kam es dann, wie angek\u00fcndigt, zu weiteren ertragreichen Niederschl\u00e4gen im Einzugsgebiet der Saale.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Frage:<\/strong> War es keinem Experten m\u00f6glich, bereits am 02.06.2013 auf der Basis der vorliegenden Daten (Bodens\u00e4ttigung und Niederschlagsmenge) ein au\u00dfergew\u00f6hnlich hohes Hochwasser zu prognostizieren und h\u00e4tte es damit nicht schon am 02.06.2013 zur Ausrufung des Katastrophenalarmes f\u00fcr den Salzlandkreis kommen m\u00fcssen?<\/span><\/p>\n<h2>Talsperren sind keine Garantie<\/h2>\n<p>Zur Reduzierung der Hochwassersch\u00e4den durch die Saale wurden zwischen\u00a01919 und 1963\u00a0sechs Talsperren an der oberen Saale, die sogenannte &#8220;Saalekaskade&#8221;,\u00a0errichtet: Bleiloch, Burgkhammer, Wisenta, Walsburg und Hohenwarte mit dem Unterbecken Eichicht<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-8\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-8\">8<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>Die Talsperren sind aber keine absoluter Schutz vor Hochwasser-Ereignissen der Saale: &#8220;<em><span style=\"color: #008000;\">Allerdings treten in 40% der Jahre noch\u00a0ein im Maximalabfluss reduziertes Winterregen- und ein Schneeschmelzregime auf. In\u00a0diesen Jahren wurden die Hochw\u00e4sser aus dem Oberlauf der Saale nicht vollst\u00e4ndig in den\u00a0Talsperren zwischengespeichert oder durch Hochw\u00e4sser in den unterhalb der Saalekaskade\u00a0einm\u00fcndenden Fl\u00fcssen (Orla) wieder aufgeh\u00f6ht. Im Mittelauf der Saale wechseln damit\u00a0einander deutlich hochwasserged\u00e4mpfte Abflussregime mit Abflussregimen ab, welche noch\u00a0als Berglandregime zu kennzeichnen sind<\/span>.<\/em>&#8220;<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-9\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-9\">9<\/a>]<\/sup><\/p>\n<h1><b>Von Alarmstufen und Bezugspegeln<\/b><\/h1>\n<p>In einem MZ-Presseartikel vom 31.05.2013 hei\u00dft es: \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>Gestern fr\u00fch ist am Bernburger Saale-Pegel mit 4,42 Meter der vorl\u00e4ufige H\u00f6chstwert erreicht worden. Seitdem stagniert hier der Wasserstand. Am Nachmittag lag er drei Zentimeter niedriger. Allerdings kann noch keine Hochwasser-Entwarnung f\u00fcr die Saale, an der Alarmstufe 2 gilt, gegeben werden<\/em><\/span>&#8221; <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-10\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-10\">10<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>Die \u201cWasserwehrsatzung der Verwaltungsgemeinschaft Bernburg\u201d schreibt ab der Alarmstufe 3 eine Reihe von unterst\u00fctzenden Aufgaben vor <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-11\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-11\">11<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>Wo kann man sich \u00fcber die erw\u00e4hnten Alarmstufen informieren und wo findet man heraus, welche Alarmstufe in Bernburg gerade gilt? Die Suche nach dem Begriff \u201cAlarmstufe\u201d auf der Webseite des Salzlandkreises oder der Stadtverwaltung f\u00fchrte diesbez\u00fcglich am 20.06.2013 zu keinem Ergebnis. <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-12\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-12\">12<\/a>]<\/sup><\/p>\n<p>Weitet man die Suchanfrage auf Google aus, gelangt man schnell auf die Webseite der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) des Landesbetriebes f\u00fcr Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft.<\/p>\n<p>Auf der \u00dcbersichtsseite der HVZ ist eine Karte des Bundeslandes Sachsen-Anhalt dargestellt, welche das Flussnetz und die Lage wichtiger Pegel abbildet. Diese Pegel werden durch kleine Punkte symbolisiert, die mit ihrer Farbgebung zeigen, ob eine Meldegrenze oder die Hochwasser-Alarmstufen 1-4 \u00fcberschritten werden.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass der dort zu findende \u201cPegel: Bernburg UP\u201d bisher immer nur zwei Farben anzeigt: Gr\u00fcn steht f\u00fcr \u201ckeine Hochwassersituation\u201d und blau f\u00fcr \u201cMeldegrenze \u00fcberschritten\u201d.<\/p>\n<p>Zu den gerade geltenden Alarmstufen f\u00fcr die Saale in Bernburg bekommt man dort aber keine Aussage.<\/p>\n<p>Um zu erfahren, worauf sich die Angaben f\u00fcr die Alarmstufen beziehen, erkundigte ich mich bereits am 29.01.2011 schriftlich\u00a0beim Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt. Am 16.02.2011 wurde dort ein Antwortschreiben aufgesetzt, in dem es zu den Alarmstufen hie\u00df:<\/p>\n<p>\u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>Zur rechtzeitigen Information der Beh\u00f6rden, B\u00fcrger und Unternehmen \u00fcber ein sich entwickelndes Hochwasser und sich daraus ergebenen Schutzma\u00dfnahmen wurden pegelbezogen Alarmstufen f\u00fcr bestimmte Flussabschnitte festgelegt. Diese gelten f\u00fcr die betroffenen Landkreise und kreisfreien St\u00e4dte. F\u00fcr die Auswahl der Hochwassermeldepegel zur Ausrufung von Alarmstufen im jeweiligen Territorium sind vor allem der zeitliche Vorlauf zur Vorbereitung notwendiger Ma\u00dfnahmen und die \u00dcbersichtlichkeit f\u00fcr schnelles Handeln ein wichtiges Kriterium.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><em>F\u00fcr den Altkreis Bernburg und damit letztendlich auch f\u00fcr die Stadt Bernburg ist der Bezugspegel der Pegel Halle-Trotha. F\u00fcr den Altkreis Sch\u00f6nebeck ist es der Pegel Calbe. Heute sind beide Pegel relevant f\u00fcr den neuen Salzlandkreis, wobei der Pegel Halle-Trotha bis zur Bodem\u00fcndung gilt. Die notwendigen Vorkehrungen und <b>Schutzma\u00dfnahmen sind im Sonderplan (Gefahrenabwehrplan Hochwasser) des Salzlandkreises unter Bezug auf die Alarmstufen verankert<\/b>. <b>Hier sind auch die entsprechenden Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Stadt Bernburg, bezogen auf die Alarmstufen am Pegel Halle-Trotha, dokumentiert<\/b>. Ein Bezug auf den Pegel Bernburg w\u00e4re f\u00fcr Ma\u00dfnahmen in Bernburg viel zu sp\u00e4t.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><em>Zus\u00e4tzlich zu diesen Alarmstufen wurde in den F\u00e4llen, wo bereits historische Meldegrenzen bestanden, diese fortgef\u00fchrt, um weiterhin rechtzeitig vor Hochwassergefahren zu warnen und erg\u00e4nzende Informationen, hier konkret aktuelle Wasserst\u00e4nde, anzubieten. Mit dem zwischenzeitlich zur Verf\u00fcgung stehenden Internetangebot w\u00e4re eine Meldegrenze Pegel Bernburg eigentlich nicht mehr erforderlich.<\/em><\/span>\u201d <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-13\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-13\">13<\/a>]<\/sup><\/p>\n<p>F\u00fcr das Stadtgebiet Bernburg gelten also die Alarmstufen am\u00a0Unterpegel Halle-Trotha. Nach etwas Recherche findet man auch die entsprechende beh\u00f6rdliche Regelung \u00fcber den Geltungsbereich der Alarmsufen des Unterpegels Halle Throtha in der Anlage 6 der \u201cVerwaltungsvorschrift zur Durchf\u00fchrung des Hochwassermeldedienstes\u201d <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-14\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-14\">14<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1590\" aria-describedby=\"caption-attachment-1590\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Vergleich-AS-Trotha-UP-Bernburg.png\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1590\" alt=\"Eine Projektion der Halleschen Alarmstufen auf den Bernburger Unterpegel beim Hochwasser 2013. Am 03.06.2013 erreichte der Unterpegel Halle-Trotha die Alarmstufe 4 (AS4). In Bernburg Stand der Unterpegel zu diesem Zeitpunkt bei 505 cm. Am 10.06.2013 sank der Unterpegel Halle-Trotha wieder unter die AS4. In Bernburg stand der Unterpegel zu diesem Zeitpunkt bei 573 cm und damit 68 cm h\u00f6her als beim Eintritt am 03.06.2013. Erst mehr als 4 Tage nach Austritt aus der AS4 in Halle hat der Unterpegel Bernburg wieder den Stand beim Eintritt am 03.06.2013 (505 cm) erreicht. Eine realistische Lageeinsch\u00e4tzung in Bernburg anhand der Hallenser Alarmstufen wird durch diese Differenz erschwert. Quelle - Pegeldarstellung und Ganglinie: www.pegelonline.wsv.de, grafische Einzeichnungen und Markierungen: Olaf B\u00f6hlk\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Vergleich-AS-Trotha-UP-Bernburg.png\" width=\"1000\" height=\"716\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Vergleich-AS-Trotha-UP-Bernburg.png 1000w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Vergleich-AS-Trotha-UP-Bernburg-300x215.png 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Vergleich-AS-Trotha-UP-Bernburg-418x300.png 418w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Vergleich-AS-Trotha-UP-Bernburg-900x644.png 900w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Vergleich-AS-Trotha-UP-Bernburg-800x573.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1590\" class=\"wp-caption-text\">Eine Projektion der Halleschen Alarmstufen auf den Bernburger Unterpegel beim Hochwasser 2013. Am 03.06.2013 erreichte der Unterpegel Halle-Trotha die Alarmstufe 4 (AS4). In Bernburg Stand der Unterpegel zu diesem Zeitpunkt bei 505 cm. Am 10.06.2013 sank der Unterpegel Halle-Trotha wieder unter die AS4. In Bernburg stand der Unterpegel zu diesem Zeitpunkt bei 573 cm und damit 68 cm h\u00f6her als beim Eintritt am 03.06.2013. Erst mehr als 4 Tage nach Austritt aus der AS4 in Halle hat der Unterpegel Bernburg wieder den Stand beim Eintritt am 03.06.2013 (505 cm) erreicht. Eine realistische Lageeinsch\u00e4tzung in Bernburg anhand der Hallenser Alarmstufen wird durch diese Differenz erschwert. Quelle &#8211; Pegeldarstellung und Ganglinie: www.pegelonline.wsv.de, grafische Einzeichnungen und Markierungen: Olaf B\u00f6hlk<\/figcaption><\/figure>\n<p>Da, laut dem Schreiben des Ministeriums die Alarmstufen ja auch \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>zur rechtzeitigen Information der [&#8230;] B\u00fcrger<\/em><\/span>\u201d dienen sollen, w\u00e4re es sicher g\u00fcnstig, wenn in Bernburg der wichtige Verweis auf den &#8220;<span style=\"color: #008000;\"><em>Bezugspegel<\/em><\/span>&#8221; Trotha auch in irgendeiner Form \u00f6ffentlich bekannt gegeben w\u00fcrde. In diesem Zusammenhang war es f\u00fcr den uneingeweihten B\u00fcrger schon verwirrend, dass f\u00fcr den Bernburger Saaleabschnitt bis zur Bode Alarmstufen gelten, ohne dass diese bisher auf der Webseite der HVZ bei dem entsprechenden Pegel f\u00fcr Bernburg angezeigt werden. Ein gr\u00fcndliches Studium der Verwaltungsvorschriften sollte f\u00fcr betroffene Einwohner wohl keine notwendige Voraussetzung f\u00fcr eine Lageburteilung bei Hochwasserkatastrophen sein.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Frage: <\/strong>Wie und wo kann der B\u00fcrger sich \u00fcber die tats\u00e4chliche Bedrohungssituation durch die Saale in Bernburg informieren? Wo ist ersichtlich, bei welchem Pegelstand in Bernburg welche Bedrohung besteht?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Frage: <\/strong>Wie wird der Einfluss der Wipper und der R\u00fcckstau der Bode ber\u00fccksichtigt?<\/span><\/p>\n<h2><b>Wann gibt es Katastrophenalarm?<\/b><\/h2>\n<p>In der Pressemeldung des Salzlandkreises vom 04.06.2013, 18:30 Uhr hei\u00dft es: \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>Im Ergebnis einer gemeinsamen Beratung des Salzlandkreises mit dem Landesbetrieb f\u00fcr Hochwasserschutz hat Landrat Ulrich Gerstner mit Wirkung von 11:00 Uhr den Katastrophenalarm ausgel\u00f6st.<\/em><\/span>\u201d<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-15\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-15\">15<\/a>]<\/sup><\/p>\n<p>In Halle dagegen wurde der Katastrophenfall bereits am 03.06.2013 um 16:00 Uhr festgestellt <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-16\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-16\">16<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Frage: <\/strong>Warum wurde der Katastrophenalarm im Salzlandkreis erst 19 Stunden nach dem Feststellen des Katastrophenfalls in Halle ausgel\u00f6st, wenn doch der Pegel Halle-Trotha f\u00fcr einen bedeutenden Teil des Salzlandkreises als \u201c<\/span><span style=\"color: #008000;\"><em>Bezugspegel<\/em><\/span><span style=\"color: #800080;\">\u201d gilt? Ging man am 03.06.2013, als der Unterpegel in Halle-Trotha mit einer Steiggeschwindigkeit von ca. 5cm pro Stunde (Tabelle) die Marke des h\u00f6chsten bisher bekannten Wasserstandes an diesem Pegel von 700 cm (15.03.1947+ Quelle: Pegelonline) \u00fcberstieg davon aus, dass es flussabw\u00e4rts in Bernburg nicht ebenfalls zu einem Notstand kommen w\u00fcrde &#8220;<\/span><span style=\"color: #008000;\"><em>bei dem Leben, Gesundheit oder die lebenswichtige Versorgung einer Vielzahl von Personen oder erhebliche Sachwerte gef\u00e4hrdet oder wesentlich beeintr\u00e4chtigt werden und zu dessen Abwehr oder Eind\u00e4mmung der koordinierte Einsatz der verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte und Mittel unter einer gemeinsamen Gesamtleitung erforderlich ist<\/em><\/span><span style=\"color: #800080;\">&#8220;?<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-17\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-17\">17<\/a>]<\/sup><\/span><\/p>\n<div class='dropshadowboxes-container ' style='width:100%;'>\r\n                            <div class='dropshadowboxes-drop-shadow dropshadowboxes-rounded-corners dropshadowboxes-inside-and-outside-shadow dropshadowboxes-lifted-both dropshadowboxes-effect-default' style=' border: 2px solid #DDD; height:; background-color:white;    '>\r\n                            <\/p>\n<p><strong>Tabelle:<\/strong> <strong>Entwicklung des Unterpegel Halle Trotha am 03.06.2013<\/strong> (Daten: Pegel-Online). Um 16:00 Uhr wurde in Halle Katastrophenalarm ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>\n<table id=\"tablepress-2\" class=\"tablepress tablepress-id-2\">\n<thead>\n<tr class=\"row-1\">\n\t<th class=\"column-1\">Uhrzeit<\/th><th class=\"column-2\">Pegelstand in cm<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody class=\"row-striping row-hover\">\n<tr class=\"row-2\">\n\t<td class=\"column-1\">12:00<\/td><td class=\"column-2\">690<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-3\">\n\t<td class=\"column-1\">12:15<\/td><td class=\"column-2\">692<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-4\">\n\t<td class=\"column-1\">12:30<\/td><td class=\"column-2\">693<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-5\">\n\t<td class=\"column-1\">12:45<\/td><td class=\"column-2\">694<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-6\">\n\t<td class=\"column-1\">13:00<\/td><td class=\"column-2\">695<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-7\">\n\t<td class=\"column-1\">13:15<\/td><td class=\"column-2\">696<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-8\">\n\t<td class=\"column-1\">13:30<\/td><td class=\"column-2\">698<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-9\">\n\t<td class=\"column-1\">13:45<\/td><td class=\"column-2\">699<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-10\">\n\t<td class=\"column-1\">14:00<\/td><td class=\"column-2\">700<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-11\">\n\t<td class=\"column-1\">14:15<\/td><td class=\"column-2\">701<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-12\">\n\t<td class=\"column-1\">14:30<\/td><td class=\"column-2\">702<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-13\">\n\t<td class=\"column-1\">14:45<\/td><td class=\"column-2\">703<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-14\">\n\t<td class=\"column-1\">15:00<\/td><td class=\"column-2\">705<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-15\">\n\t<td class=\"column-1\">15:15<\/td><td class=\"column-2\">706<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-16\">\n\t<td class=\"column-1\">15:30<\/td><td class=\"column-2\">707<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-17\">\n\t<td class=\"column-1\">15:45<\/td><td class=\"column-2\">708<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-18\">\n\t<td class=\"column-1\">16:00<\/td><td class=\"column-2\">709<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-19\">\n\t<td class=\"column-1\">16:15<\/td><td class=\"column-2\">711<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-20\">\n\t<td class=\"column-1\">16:30<\/td><td class=\"column-2\">712<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-21\">\n\t<td class=\"column-1\">16:45<\/td><td class=\"column-2\">713<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-22\">\n\t<td class=\"column-1\">17:00<\/td><td class=\"column-2\">714<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-23\">\n\t<td class=\"column-1\">17:15<\/td><td class=\"column-2\">715<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-24\">\n\t<td class=\"column-1\">17:30<\/td><td class=\"column-2\">716<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-25\">\n\t<td class=\"column-1\">17:45<\/td><td class=\"column-2\">718<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-26\">\n\t<td class=\"column-1\">18:00<\/td><td class=\"column-2\">719<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-27\">\n\t<td class=\"column-1\">18:15<\/td><td class=\"column-2\">720<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-28\">\n\t<td class=\"column-1\">18:30<\/td><td class=\"column-2\">721<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-29\">\n\t<td class=\"column-1\">18:45<\/td><td class=\"column-2\">722<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-30\">\n\t<td class=\"column-1\">19:00<\/td><td class=\"column-2\">723<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-31\">\n\t<td class=\"column-1\">19:15<\/td><td class=\"column-2\">724<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-32\">\n\t<td class=\"column-1\">19:30<\/td><td class=\"column-2\">725<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-33\">\n\t<td class=\"column-1\">19:45<\/td><td class=\"column-2\">726<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"row-34\">\n\t<td class=\"column-1\">20:00<\/td><td class=\"column-2\">727<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<!-- #tablepress-2 from cache --><\/p>\n<p>\r\n                            <\/div>\r\n                        <\/div>\n<figure id=\"attachment_1593\" aria-describedby=\"caption-attachment-1593\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Katastrophenalarm-AS-Trotha-UP-Bernburg.png\" data-rel=\"lightbox-image-5\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1593\" alt=\"Quelle - Pegeldarstellung und Ganglinie:  www.pegelonline.wsv.de Grafische Einzeichnungen und Markierungen: Olaf B\u00f6hlk\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Katastrophenalarm-AS-Trotha-UP-Bernburg.png\" width=\"1200\" height=\"859\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Katastrophenalarm-AS-Trotha-UP-Bernburg.png 1200w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Katastrophenalarm-AS-Trotha-UP-Bernburg-300x215.png 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Katastrophenalarm-AS-Trotha-UP-Bernburg-1024x733.png 1024w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Katastrophenalarm-AS-Trotha-UP-Bernburg-419x300.png 419w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Katastrophenalarm-AS-Trotha-UP-Bernburg-900x644.png 900w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2013\/07\/Katastrophenalarm-AS-Trotha-UP-Bernburg-800x573.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1593\" class=\"wp-caption-text\">Quelle &#8211; Pegeldarstellung und Ganglinie: www.pegelonline.wsv.de Grafische Einzeichnungen und Markierungen: Olaf B\u00f6hlk<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir erinnern uns an die eben zitierte Aussage des Ministeriums f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt: \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>F\u00fcr die Auswahl der Hochwassermeldepegel zur Ausrufung von Alarmstufen im jeweiligen Territorium sind vor allem der <b>zeitliche Vorlauf <\/b>zur Vorbereitung notwendiger Ma\u00dfnahmen und die \u00dcbersichtlichkeit f\u00fcr schnelles Handeln ein wichtiges Kriterium. [&#8230;] Ein Bezug auf den Pegel Bernburg w\u00e4re f\u00fcr Ma\u00dfnahmen in Bernburg viel zu sp\u00e4t.<\/em><\/span>\u201d<\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Frage: <\/strong>Wenn diese Aussage f\u00fcr die Alarmstufen gilt, trifft sie dann nicht erst recht f\u00fcr den Zeitpunkt der Ausrufung des Katastrophenfalls zu?<\/span><\/p>\n<p>Hier w\u00e4re es nat\u00fcrlich sehr interessant, einen Einblick in den laut den Ausf\u00fchrungen des Ministeriums schon im Jahr 2011 vorliegenden \u201d<span style=\"color: #008000;\"><em>Sonderplan (Gefahrenabwehrplan Hochwasser) des Salzlandkreises<\/em><\/span>\u201d zu erhalten, da in diesem ja die &#8220;<span style=\"color: #008000;\"><em>notwendigen Vorkehrungen und Schutzma\u00dfnahmen [&#8230;] unter Bezug auf die Alarmstufen verankert<\/em><\/span>\u201d sind.<\/p>\n<p>Liefert dieser Plan vielleicht auch R\u00fcckschl\u00fcsse darauf, wann bei Hochwasser der Katastrophenfall f\u00fcr den Salzlandkreis festgestellt werden muss oder bei welchem Pegel welche Evakuierungen vorgenommen werden sollen?<\/p>\n<p>Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, habe ich am 13.06.2013 unter Berufung auf das Informationszugangsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (IZG LSA) einen Antrag auf Aush\u00e4ndigung einer Kopie des \u201cSonderplanes (Gefahrenabwehrplan Hochwasser) des Salzlandkreises\u201d an den Salzlandkreis gestellt. In einer \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>Zwischennachricht<\/em><\/span>\u201d vom 20.06.2013 teilte mir die zust\u00e4ndige Leiterin des Fachbereichs III, Frau Reingard Stephan mit: \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>dass eine endg\u00fcltige Beantwortung noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird, da wir uns alle im Einsatz (Katastrophenfall Salzlandkreis) befinden<\/em><\/span>\u201d.<\/p>\n<div class='dropshadowboxes-container ' style='width:100%;'>\r\n                            <div class='dropshadowboxes-drop-shadow dropshadowboxes-rounded-corners dropshadowboxes-inside-and-outside-shadow dropshadowboxes-lifted-both dropshadowboxes-effect-default' style=' border: 1px solid #dddddd; height:; background-color:#fae8a3;    '>\r\n                            <b>Update<\/b><br \/>\n<b>Frau R. Stephan teilte mir in einem Schreiben vom 01.10.2013 folgendes mit:<\/b><br \/>\n<em>&#8220;Der Salzlandkreis agiert bisher nach den drei Gefahrenabwehrpl\u00e4nen f\u00fcr Hochwasser der ehemaligen Landkreise Aschersleben-Sta\u00dffurt, Bernburg und Sch\u00f6nebeck. Ein neuer \u201egemeinsamer&#8221; diesbez\u00fcglicher Gefahrenabwehrplan f\u00fcr das gesamte Kreisgebiet ist in seiner Erarbeitung f\u00fcr das Jahr 2014 vorgesehen. Unabh\u00e4ngig davon haben sich die Anzahl der Fl\u00fcsse, die Flussl\u00e4ufe und die Auswirkungen bei Hochwasser allein durch die Kreisgebietsreform nicht ver\u00e4ndert, so dass mit den Einzelpl\u00e4nen gearbeitet werden konnte. Ohne Bezug zur Gebietsreform hat sich in den letzten Jahren die Dimension der Hochwasser ver\u00e4ndert, so dass diese Realit\u00e4ten in die neue Planung 2014 einflie\u00dfen m\u00fcssen.&#8221;<\/em>\r\n                            <\/div>\r\n                        <\/div>\n<h2><a name=\"karten\"><\/a>Wer kannte die neuen \u00dcberflutungsgebiete?<\/h2>\n<p>Im Jahr\u00a02008\/2009 wurden ca. 16.954 km\u00b2 Fl\u00e4che des Landes Sachsen-Anhalt mittels Airborne-Laserscanning beflogen. Die Ma\u00dfnahme kostete 1,8 Mio \u20ac und wurde im Fr\u00fchjahr 2010 abgeschlossen<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-18\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-18\">18<\/a>]<\/sup>. Auf Basis dieses landesweit\u00a0fl\u00e4chendeckenden digitalen Gel\u00e4ndemodells (DGM) wurde es nun m\u00f6glich, genaue \u00dcberschwemmungsgebiete f\u00fcr ein HQ(100)-Hochwasser\u00a0auszuweisen.<\/p>\n<div class='dropshadowboxes-container ' style='width:100%;'>\r\n                            <div class='dropshadowboxes-drop-shadow dropshadowboxes-rounded-corners dropshadowboxes-inside-and-outside-shadow dropshadowboxes-lifted-both dropshadowboxes-effect-default' style=' border: 2px solid #DDD; height:; background-color:white;    '>\r\n                            <\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>HQ(100)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>&#8220;Q&#8221; steht f\u00fcr den &#8220;Volumenstrom&#8221; bzw. den &#8220;Abfluss&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;<em>Der Abfluss Q gibt das Volumen V an, das in einem Flie\u00dfgew\u00e4sser in einer bestimmten Zeit t eine vollst\u00e4ndige Querschnittsfl\u00e4che F passiert, den sogenannten Volumenstrom des Wasserk\u00f6rpers durch F. seine Einheit ist also m\u00b3\/s.<\/em>&#8220;<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-19\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-19\">19<\/a>]<\/sup><\/p>\n<p><strong>Hochwasserabfluss mit J\u00e4hrlichkeit n (HQn)<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;<em>G\u00e4ngige Gr\u00f6\u00dfen sind etwa HQ2, HQ25, HQ100 f\u00fcr statistisch 2-j\u00e4hrliches, 25-j\u00e4hrliches bzw. 100-j\u00e4hrliches Hochwasser. Diese werden in der Regel nicht direkt gemessen, sondern anhand sogenannter Niederschlags-Abfluss-Modellen (NA-Modellen) errechnet aus den Parametern des Einzugsgebiets und dem Gang der Jahresniederschl\u00e4ge, den man an einer g\u00fcnstig gelegenen Messstation erhebt<\/em>.&#8221;<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-20\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-20\">20<\/a>]<\/sup><\/p>\n<p>\r\n                            <\/div>\r\n                        <\/div>\n<p>Im\u00a0Amtsblatt der Stadt Bernburg (Saale) <a href=\"http:\/\/www.bernburg.de\/media\/amtsblaetter_der_stadt\/april13.pdf\" target=\"_blank\">Nr. 191 vom 04.04.2013<\/a>, S. 3 wurde darauf hingewiesen, dass das\u00a0Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt am 25.01.2013 eine Verordnung\u00a0\u00fcber die Festsetzung des \u00dcberschwemmungsgebietes Saale von der M\u00fcndung in die Elbe (km 0+000) bis zur Rothenburg (km 59+600) erlassen hat und die Verordnung sowie die dazugeh\u00f6rigen Karten bei der Stadtverwaltung einsehbar sind.<\/p>\n<div class='dropshadowboxes-container ' style='width:100%;'>\r\n                            <div class='dropshadowboxes-drop-shadow dropshadowboxes-rounded-corners dropshadowboxes-inside-and-outside-shadow dropshadowboxes-lifted-both dropshadowboxes-effect-default' style=' border: 2px solid #DDD; height:; background-color:white;    '>\r\n                            Nach einigen Nachfragen und mit der Unterst\u00fctzung des Planungsamtes der Stadtverwaltung Bernburg ist es inzwischen gelungen, den Prozess der digitalen Ver\u00f6ffentlichung der Karten auf der Webseite des Landesverwaltungsamtes voranzutreiben, sodass nun das \u00e4u\u00dferst interessante Kartenmaterial f\u00fcr Bernburg unter der Adresse:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sachsen-anhalt.de\/index.php?id=58848\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sachsen-anhalt.de\/index.php?id=58848<\/a><\/p>\n<p>zum Download bereitsteht!\r\n                            <\/div>\r\n                        <\/div>\n<p>Anhand der neuen Karten kann man die tats\u00e4chlichen\u00a0\u00dcberschwemmungsgebiete f\u00fcr das Bernburger Saaletal erkennen. <strong>Geradezu verbl\u00fcffend entsprach der Wasserstand beim Hochwasser 2013 dem Kartenmaterial mit dem Bearbeitungsstand\u00a0August 2012.<\/strong> Die Pegelst\u00e4nde des\u00a0Hochwassers 2013 waren aber offensichtlich h\u00f6her als das f\u00fcr die Karte angenommene\u00a0HQ(100), so dass real mehr Fl\u00e4chen von \u00dcberflutung betroffen waren, als auf der Karte ausgewiesen sind.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Frage:<\/strong> W\u00e4re es in Bernburg nicht m\u00f6glich gewesen, das neue Material, au\u00dfer mit dem Hinweis\u00a0zur Einsichtnahme,\u00a0auch in einer Vortragsveranstaltung und in den Medien offensiver bekannt zu machen? H\u00e4tten sich die Folgen des Hochwassers 2013 mindern lassen, wenn den Betroffenen das Kartenmaterial bekannt gewesen w\u00e4re?<\/span><\/p>\n<h1><b><a name=\"infomanagement\"><\/a>Informationsmanagement beim Hochwasser 2013<\/b><\/h1>\n<p>Ein besonderes Problem f\u00fcr alle Betroffenen stellte die mangelhafte Verf\u00fcgbarkeit von verl\u00e4sslichen Informationen dar. Von vielen Menschen gesucht wurde ein allgemein verst\u00e4ndlich formuliertes und von amtlicher Seite legitimiertes Lagebild f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Der am 03.06.2013 um 10:25 Uhr auf der Webseite der Stadtverwaltung anzutreffende Hinweis \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>Bitte informieren Sie sich st\u00e4ndig \u00fcber die Medien<\/em><\/span>\u201d war zwar gut gemeint, l\u00f6ste das Problem aber nicht, da gerade die Medien stark zur allgemeinen Verunsicherung beitrugen. Auf der Webseite des Salzlandkreises waren zu diesem Zeitpunkt noch keine Hinweise zur Hochwassersituation bereitgestellt worden.<\/p>\n<p>Beginnend mit einer Aktualisierung vom 03.06.2013 um 18:00 Uhr wurde auf der Webseite des Salzlandkreises eine Sonderseite \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>Zur Hochwasser-Situation im Salzlandkreis<\/em><\/span>\u201d ver\u00f6ffentlicht. Dort wurde zu diesem Zeitpunkt unter anderem mitgeteilt, dass die Einrichtung des &#8220;<span style=\"color: #008000;\"><em>&#8230;Stabes au\u00dfergew\u00f6hnliche Ereignisse&#8221; (SAE) des Salzlandkreises [&#8230;] wegen der steigenden Pegel von Saale und Elbe am Sonntag, 02.06.2013&#8230;<\/em><\/span>\u201d erfolgte und \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>zurzeit (03.06.) alle erforderlichen Informationen zu den Situationen vor Ort gesammelt<\/em><\/span>\u201d werden. <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-21\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-21\">21<\/a>]<\/sup><\/p>\n<h2><b><a name=\"offline\"><\/a>Pegel offline?<\/b><\/h2>\n<p>Bez\u00fcglich der Pegelst\u00e4nde wurde sowohl auf der Webseite des Salzlandkreises als auch auf der Webseite der Stadtverwaltung auf die oben bereits genannte Internetseite der Hochwasservorhersagezentrale Sachsen-Anhalt (HVZ) verwiesen. Leider brach diese Webseite bald unter der Last der Aufrufe zusammen und war dann nicht mehr zu erreichen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Beurteilung der Lage entscheidende Saale-Pegel lieferten w\u00e4hrend der Katastrophe keine Daten mehr. So setzte beispielsweise die \u00dcbermittlung von Daten zum wichtigen Bernburger Oberpegel am 04.06.2013 um ca. 9:00 Uhr (Quelle: PegelOnline) v\u00f6llig aus, genaue Aussagen \u00fcber die aktuelle Bedrohungssituation f\u00fcr den Bernburger Tierpark und die Talstadt waren damit ab diesem Zeitpunkt nicht mehr m\u00f6glich. Auch die telefonische Ansage der Pegel versagte wegen \u00dcberlastung ihren Dienst<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-22\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-22\">22<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Durchflussmessungen am Unterpegel Bernburg findet man zwischen dem 06.06.2013 und 10.06.2013 keine Angaben <sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-23\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-23\">23<\/a>]<\/sup><\/p>\n<p>Am 6. Juni 2013 um 17:30h wurde der Oberpegel Bernburg vom Betreiber des Wasserkraftwerks Bernburg, nach eigener Ablesung, mit einem Stand von 700 cm angegeben<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-24\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-24\">24<\/a>]<\/sup>.<\/p>\n<p>Das derart hohe Pegelst\u00e4nde am Bernburger Oberpegel m\u00f6glich sind, haben bereits Berechnungen ergeben. Dazu mehr in Teil II dieser Ausf\u00fchrungen.<\/p>\n<h2><b>Online-Pegelzusammenstellung f\u00fcr Bernburg fehlt<\/b><\/h2>\n<p>Bez\u00fcglich der Online-Pegel zeigte sich eine gravierende Problematik. Auf verschiedenen Webseiten standen verschiedene Pegel zum Abruf bereit. W\u00e4hrend sich auf der Webseite der Hochwasservorhersagezentrale beispielsweise die Pegel der Wipper fanden, fehlten dort offensichtlich die wichtigen Oberpegel der Saale. Diese wiederum lie\u00dfen sich auf der Webseite \u201cPegelOnline<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-25\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-25\">25<\/a>]<\/sup>\u201d der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) verfolgen. Eine Webseite auf der alle f\u00fcr Bernburg wichtigen Pegel (Wipper, Bode, Saale-Ober- und Unterpegel Bernburg, Alsleben, Rothenburg, Wettin) gemeinsam einsehbar waren, habe ich nicht finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Pegeldarstellung von \u201cPegelOnline\u201d zeigt mit ihrer Zoom-Funktion und der M\u00f6glichkeit der \u00dcberlagerung mehrerer Pegel gegen\u00fcber der Webseite des der (HVZ) mit ihren statischen Pegelbildern eine deutlich zeitgem\u00e4\u00dfere Benutzeroberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>\u201cPegelOnline\u201d stellt die Pegeldaten auch als Webservices zur Verf\u00fcgung. Damit wird eine dezentrale Visualisierung der Daten auf anderen Webseiten und Smartphone-Apps erm\u00f6glicht.<\/p>\n<h2><b>Smartphones im Katastrophenfall<\/b><\/h2>\n<p>Besonders das Hochwasser 2013 zeigte, wie wichtig Smartphones bei der Koordination der Helfer und der Information der Bev\u00f6lkerung sind.<\/p>\n<p>Die Ger\u00e4te laufen recht lange netzunabh\u00e4ngig, lassen sich \u00fcber Notstrom-Aggregate aufladen und stellen eine Internet-Verbindung \u00fcber das Handy-Netz her.<\/p>\n<p>Leider war zum Zeitpunkt des Hochwassers weder die Webseite der Stadtverwaltung Bernburg, noch die Webseite des Salzlandkreises, noch der Internetauftritt der HVZ f\u00fcr die Darstellung auf Smartphones optimiert.<sup>[<a href=\"#bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-26\" class=\"footnoted\" id=\"to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-26\">26<\/a>]<\/sup><\/p>\n<p>Alle f\u00fcr den schnellen Informations-Abruf per Smartphone \u00fcberfl\u00fcssigen graphischen Elemente und Strukturen dieser Webseiten verursachen Wartezeiten und unn\u00f6tigen Netzwerkverkehr \u00fcber die Funkverbindung. Keine der Webseiten verf\u00fcgt \u00fcber ein Responsive Webdesign, welches die Inhalte f\u00fcr kleinere Displays dynamisch umgruppiert oder \u00fcber eine optimierte Smartphone-Version.<\/p>\n<p>Als Beispiel f\u00fcr Smartphone-optimierte Webseiten k\u00f6nnen die Mobilangebote der Mitteldeutschen Zeitung und der Volksstimme herangezogen werden.<\/p>\n<h2><b><a name=\"fb\"><\/a>Facebook<\/b><\/h2>\n<p>Als besonders wichtiges Medium bei der Kommunikation im Krisenfall etablierte sich bald das soziale Netzwerk Facebook.<\/p>\n<p>Soziale Netzwerke selbst sind inhaltsneutral, sie stellen lediglich eine Hardware\u00fcbergreifende Kommunikationstechnologie bereit und \u00e4hneln damit in gewisser Weise dem Telefonnetz. Niemand w\u00fcrde das Telefon als Technologie grunds\u00e4tzlich infrage stellen, nur weil es auch dazu benutzt werden kann, Falschmeldungen zu kommunizieren.<\/p>\n<p>Besonders die gute Benutzbarkeit auf Smartphones und die weite Verbreitung machte Facebook bald zum dominierenden Kommunikationsmittel f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung im Krisenfall.<\/p>\n<p>Erste, mir bekannte Posts zum Aufruf bei der Hilfe zum Sandsackf\u00fcllen an der Marienkirche erschienen in Bernburg am 04.06.2013 um 13:32 Uhr.<\/p>\n<p>Dass es in Facebook zu Falschmeldungen oder z.B. im Fall des Bernburger Tierparks sogar zu hysterischen \u00dcberreaktionen in Form von Hetzkampagnen gegen Mitarbeiter und Verantwortlichen kam, ist meiner Meinung nach auch eine Folge des Fehlens einer integrierten Katastrophen-Medienstrategie der Verwaltungen des Salzlandkreises und der Stadt Bernburg. Der Gebrauch moderner Kommunikationsmittel, wie z.B. sozialer Netzwerke, als Informationsmedium im Katastrophenfall, sind scheinbar, nach Aussage von verantwortlichen Mitarbeitern, dort bisher weitestgehend unbekannt.<\/p>\n<p>Aber Katastrophen vollziehen sich im Jahr 2013 eben nicht nur im realen, sondern auch im virtuellen Raum des Internets. Wie es im realen Leben Vandalismus gibt, so gibt es auch Vandalismus in sozialen Netzwerken &#8211; in Form der bewussten Verbreitung von Panikmeldungen. Derartiges Verhalten im Internet kann sich schnell auch auf den realen Raum \u00fcbertragen und dort die Arbeit der Helfer massiv beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p><strong>Deshalb sollte auch ein professionelles Internet-Katastrophenmanagenent unter Einbeziehung von Fachkr\u00e4ften (z.B. Psychologen und Medienwissenschaftler) von zentraler Bedeutung im zuk\u00fcnftigen Krisenfall sein.<\/strong> Hier m\u00fcssen die entsprechenden regionalen Katastrophenschutzpl\u00e4ne dringend erg\u00e4nzt werden!<\/p>\n<p>Verantwortungsvolle Facebook-Mitglieder und Gruppen-Administratoren sorgten oft recht schnell f\u00fcr die notwendige Selbstdisziplin und versorgten die Menschen mit seri\u00f6sen Informationen. Geteilte Fotos vom Hochwassergeschehen dienten zur wichtigen Lageinformation vor Ort. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich ganze Heerscharen von Helfern \u00fcber Facebook organisierten, Informationen z.B. zum Status der Sandsack-F\u00fcllstationen ausgetauscht wurden oder ein in der Bernburger Talstadt zugelaufenes Haustier binnen 20 Minuten seinen Besitzer wieder fand.<\/p>\n<p>Die Facebook-Seite \u201cHochwasser Sachsen-Anhalt\u201d des Leipzigers Patrick Hergert entwickelte sich zu einem der wichtigsten Umschlagpl\u00e4tze f\u00fcr minutenaktuelle Informationen.<\/p>\n<p>Mit der Einrichtung der Facebook-Gemeinschaft &#8220;B\u00fcrgerb\u00fcro Bernburg hilft&#8221; wurde ab dem 09.06.2013 auch ein zentraler Anlaufpunkt der Stadtverwaltung zum Thema Hochwasser geschaffen.<\/p>\n<h2><b>Online-Karten zur Katastrophen-Koordination<\/b><\/h2>\n<p>Neben Facebook leisteten auch andere Web 2.0-Dienste gute Arbeit bei der Koordination von freiwilligen Helfern. In Halle und Magdeburg wurden Google-Maps-Karten genutzt: Die interaktive Karte \u201cHalle \u00dcbersicht Hochwasser\u201d stellte unter anderem Sandsack-Bef\u00fcllpl\u00e4tze, Gefahrenzonen, Versorgungspunkte und aktuellen Bedarf an Verpflegung dar und half so bei der effektiven Verteilung der freiwilligen Hilfskr\u00e4fte. Mein Vorschlag an die Stadtverwaltung Bernburg, ein \u00e4hnliches Projekt auch f\u00fcr die Aufr\u00e4umarbeiten nach dem Hochwasser einzurichten, scheiterte leider, da es nicht gelang, die notwendige Anbindung an den Stab herzustellen und die entsprechenden Personalressourcen f\u00fcr eine Kernredaktion bereitzustellen. Der st\u00e4dtische Verwaltungsleiter Herr Hohl teilte mir aber m\u00fcndlich auf Anfrage am 07.06.2013 mit, dass man sich ein solches Projekt f\u00fcr die n\u00e4chste Katastrophe vorstellen k\u00f6nnte. Der Standortsprecher f\u00fcr Bernburg, Prof. Einar Kretzler signalierte, dass derartige Anwendungen auf Basis geografischer Informationssysteme auch als studentisches Projekt f\u00fcr die Hochschule Anhalt interessant w\u00e4ren.<\/p>\n<h2><b>Medienmanagement im Katastrophenfall oder amtliche Verwirrung?<\/b><\/h2>\n<p>Sowohl die Startseite der Webseite des Salzlandkreises als auch die Startseite der Webseite der Stadtverwaltung Bernburg sind als typischer &#8220;Blog&#8221; organisiert. Neue Meldungen erscheinen an oberster Stelle. Im Normalbetrieb ist das kein Problem, im Katastrophenfall mit zahlreichen Informationen, die in schneller Folge aktualisiert werden m\u00fcssen, f\u00fchrt dieser Aufbau aber schnell zu un\u00fcbersichtlichen &#8220;Spagetti-Webseiten&#8221;, auf denen wichtige Informationen in der Textmasse untergehen. Die statische Struktur beider Webseiten erlaubt nicht die schnelle, thematische Umstrukturierung f\u00fcr den Katastrophenfall. Ein an die Krisensituation angepasstes Design, welches den Besucher visuell unterst\u00fctzt und ihn gezielt zu den wichtigen Informationen leitet, wurde leider nicht realisiert.<\/p>\n<p>Auch der Einsatz von RSS Feeds oder die Nutzung des Kurznachrichtendienstes Twitter w\u00fcrde im Krisenfall die Versorgung mit amtlichen Meldungen deutlich vereinfachen, da dann eine automatische Verteilung der Informationen erfolgen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich verf\u00fcgt nur ein Teil der Bev\u00f6lkerung \u00fcber das Wissen im Umgang mit diesen Technologien. Als Multiplikator kann er aber daf\u00fcr sorgen, dass die Meldungen schnell auch diejenigen verbreitet werden, die keinen Zugang zum Internet haben.<\/p>\n<p>Manche Informationen wurden zun\u00e4chst gar nicht ber\u00fccksichtigt. So wurden f\u00fcr die Gesundheit von Helfern und Betroffenen wichtige <strong>Hinweise zur Hygiene<\/strong> bei Hochwasser erst nach B\u00fcrgerhinweisen am 07.06.2013 bereitgestellt.<\/p>\n<p>Beim <a title=\"Erste Hilfe bei einer Keller\u00fcberschwemmung\" href=\"http:\/\/www.rohrteam.de\/weitere-infos\/kellerueberschwemmung\" target=\"_blank\"><strong>Auspumpen von Kellern<\/strong><\/a> im Hochwassergebiet kann es bei Absenkung des Wasserspiegels unter das umgebene Grundwasserniveau zur Gef\u00e4hrdung der Standsicherheit des Geb\u00e4udes kommen. Ein ebenfalls am 07.06.2013 an die Stadtverwaltung und den Salzlandkreis eingereichter Hinweis, die Bev\u00f6lkerung diesbez\u00fcglich \u00fcber die amtlichen Webseiten der Stadtverwaltung und des Salzlandkreises zu informieren, wurde vom Einsatzstab im Gegensatz zur Hygieneinformation nicht ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Frage: <\/strong>Wie konnte es dazu kommen, dass wichtige Verhaltens- und Sicherheitshinweise erst als Reaktion auf B\u00fcrgerhinweise oder im Fall des Kellerauspumpens auch gar nicht auf den offiziellen Webseiten bereitgestellt wurden, auch wenn es explizite Hinweise gab? Wo ist geregelt, welche Informationen zu welchem Zeitpunkt amtlich im Internet ver\u00f6ffentlicht werden?<\/span><\/p>\n<p>Als Beispiel f\u00fcr verwirrung-stifendende amtliche Bekanntmachungen kann die Information zur Situation bei den <strong>Schulschlie\u00dfungen in Bernburg<\/strong> durch den Salzlandkreis angef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Am 10.06.2013, um 17:15 Uhr wurde folgende Meldung auf der Webseite des Salzlandkreises ver\u00f6ffentlicht: \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>Der Katastrophenschutzstab teilt mit, dass <b>alle Schulen<\/b> in Bernburg (Kernstadt), Barby, Calbe, Nienburg und Sch\u00f6nebeck bis einschlie\u00dflich Mittwoch geschlossen bleiben<\/em><\/span>\u201d.<\/p>\n<p>Unklarheiten brachten die Begriffe \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>Bernburg (Kernstadt)<\/em><\/span>\u201d und \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>alle Schulen<\/em><\/span>\u201d. Offensichtlich war nicht allen Eltern klar, dass zur Stadt Bernburg seit dem Jahr 2010 nun auch 13 l\u00e4ndliche Gemeinden geh\u00f6ren und diese vermutlich nicht von der Regelung betroffen waren.<\/p>\n<p>Gravierender wirkte sich die Bezeichnung \u201c<span style=\"color: #008000;\"><em>alle Schulen<\/em><\/span>\u201d aus, denn sie lie\u00df den Schluss zu, dass auch nicht vom Hochwasser betroffene Grundschulen gemeint waren, die am 10.06.2013 aber planm\u00e4\u00dfig unterrichteten. Die Meldung zu den Schulschlie\u00dfungen l\u00f6ste umfangreiche Diskussionen aus und stiftete viel Verunsicherung bei Lehrern, Sch\u00fclern und Eltern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><strong>Frage: <\/strong>Ist es notwendig, im Krisenfall f\u00fcr diesen Zweck geschulte Redaktionsteams in direkter r\u00e4umlicher N\u00e4he zu den Krisenst\u00e4ben einzurichten? M\u00fcssen spezielle, f\u00fcr den Katastrophenfall optimierte Internetseiten vorbereitet werden, deren Gestaltung nach modernen Kriterien des Mediendesigns erfolgt, um Informationen effektiv verbreiten zu k\u00f6nnen?<\/span><\/p>\n<p><strong>Ich plane noch zwei weitere Teile:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Hochwasser 2013 Teil II\" href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2013\/11\/18\/bernburg-und-das-hochwasser-die-saaleflut-2013-teil-ii\/\"><b>Teil II &#8211; Bernburg und das Hochwasser &#8211; Hochwasserschutz in der Talstadt<\/b><\/a><\/li>\n<li><b>Teil III &#8211; Hochwasserschutz im Wandel &#8211; Vom Katastrophenschutz zur Risikovorsorge<\/b><\/li>\n<\/ul>\n\n<ol class=\"footnotes\">\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-1\"><strong><sup>[1]<\/sup><\/strong> Wetterdienst warnt vor ergiebigem Regen. Online verf\u00fcgbar unter http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/unwetterwarnung-mitteldeutschland100.html, zuletzt gepr\u00fcft am 17.06.2013 (Wetterdienst warnt vor ergiebigem Regen<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-1\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-2\"><strong><sup>[2]<\/sup><\/strong>Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Nach Dauerregen droht Hochwasser. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.bbk.bund.de\/SharedDocs\/Kurzmeldungen\/Bauprotect\/DE\/2013\/Niedersachsen_Norwegen_Hochwasser.html\" target=\"_blank\">Nach Dauerregen droht Hochwasser<\/a>, zuletzt gepr\u00fcft am 17.06.2013 (Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-2\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-3\"><strong><sup>[3]<\/sup><\/strong>Braun, Andreas (2013): Viel Wasser, aber keine Gefahr. In: <i>Mitteldeutsche Zeitung<\/i>, 28.05.2013 (Bernburg), S. 7<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-3\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-4\"><strong><sup>[4]<\/sup><\/strong> Mitteldeutsche Zeitung: Es bleibt regnerisch mit Gewittern. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/mitteldeutschland\/wetter-in-sachsen-anhalt-es-bleibt-regnerisch-mit-gewittern,20641266,22885636.html\" target=\"_blank\">Es bleibt regnerisch mit Gewittern<\/a> <a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-4\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-5\"><strong><sup>[5]<\/sup><\/strong>Deutscher Wetterdienst: Extreme Bodenfeuchte wie seit 50 Jahren nicht mehr. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.dwd.de\/bvbw\/appmanager\/bvbw\/dwdwwwDesktop?_nfpb=true&amp;_pageLabel=dwdwww_menu2_presse&amp;T98029gsbDocumentPath=Content%2FPresse%2FPressemitteilungen%2F2013%2F20130531__Agrarinfo__news.html\" target=\"_blank\">Extreme Bodenfeuchte wie seit 50 Jahren nicht mehr<\/a><a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-5\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-6\"><strong><sup>[6]<\/sup><\/strong>Deutsch, Mathias (2004): \u201e \u2026 und konnte sich keiner an solche Fluthen erinnern.&#8221; &#8211; Zur Untersuchung schwerer, historischer Hochwasser der Saale im Zeitraum von 1500 bis 1900, S. 117\u2013141 (Deutsch 2004, S. 119)<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-6\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-7\"><strong><sup>[7]<\/sup><\/strong>Deutsch, Mathias (2004): \u201e \u2026 und konnte sich keiner an solche Fluthen erinnern.&#8221; &#8211; Zur Untersuchung schwerer, historischer Hochwasser der Saale im Zeitraum von 1500 bis 1900, S. 117\u2013141 (Deutsch 2004, S. 137)<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-7\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-8\"><strong><sup>[8]<\/sup><\/strong>Aurada, Klaus D.; R\u00f6del, Raimund (2005): Widerspiegelung von Natur-, Technik- und Kulturgeschichte im Landschaftsbild des mitteldeutschen Raumes. Wissenschaftliche Grundlagen einer Exkursion. Greifswald: Ernst-Moritz-Arndt-Univ (Greifswalder geographische Arbeiten, 37). S. 54<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-8\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-9\"><strong><sup>[9]<\/sup><\/strong>Aurada, R\u00f6del 2005 \u2013 Widerspiegelung von Natur,\u00a0S. 55<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-9\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-10\"><strong><sup>[10]<\/sup><\/strong>Adam, Torsten (2013): Evakuierung von Tieren vorbereitet &#8211; Freizeit GmbH in Alarmbereitschaft., 31.05.2013. Online verf\u00fcgbar unter http:\/\/www.mz-web.de\/bernburg\/saale-hochwasser-evakuierung-von-tieren-vorbereitet,20640898,23075368.html, zuletzt gepr\u00fcft am 24.06.2013<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-10\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-11\"><strong><sup>[11]<\/sup><\/strong>Stadt Bernburg (Saale) 07.02.2008<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-11\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-12\"><strong><sup>[12]<\/sup><\/strong>Dokumentierte Suche am 20.06.2013 um 13:50 Uhr<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-12\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-13\"><strong><sup>[13]<\/sup><\/strong>Pieper 2011<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-13\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-14\"><strong><sup>[14]<\/sup><\/strong>(2001): Anlage 6 &#8211; Richtwasserst\u00e4nde f\u00fcr Alarmstufen (AS) und ihr Geltungsbereich. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.landesrecht.sachsen-anhalt.de\/jportal\/docs\/anlage\/vvst\/pdf\/VVST-753300-MU-19980827-KF-001-A006.pdf\">Anlage 6<\/a>\u00a0(Dokumentenbezeichnung: VVST-753300-MU-19980827-KF-001-A006.pdf)\u00a0zuletzt gepr\u00fcft am 26.06.2013<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-14\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-15\"><strong><sup>[15]<\/sup><\/strong>(2013): Mitteilung des Katastrophenschutzstabes des Salzlandkreises vom 04.06.2013, 18:30 Uhr. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.salzlandkreis.de\/MediaLibrary\/Content\/Salzlandkreis\/Aktuelles\/News\/Warnungen\/2013-06-04_PM-Kat_18Uhr.doc\">Mitteilung des Katastrophenschutzstabes des Salzlandkreises vom 04.06.2013<\/a> , zuletzt gepr\u00fcft am 26.06.2013<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-15\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-16\"><strong><sup>[16]<\/sup><\/strong>hallespektrum.de: Hochwasser-Katastrophe in Halle: Wasser steigt noch Tage. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/hallespektrum.de\/nachrichten\/umwelt-verkehr\/hochwasser-katastrophe-in-halle-wasser-steigt-noch-tage\/48787\/\">Hochwasser-Katastrophe in Halle: Wasser steigt noch Tage<\/a><a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-16\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-17\"><strong><sup>[17]<\/sup><\/strong>Katastrophenschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt KatSG-LSA<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-17\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-18\"><strong><sup>[18]<\/sup><\/strong>Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt (07.12.2010): Hochwasserschutzkonzeption des Landes Sachsen-Anhalt bis 2020. S. 26.<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-18\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-19\"><strong><sup>[19]<\/sup><\/strong>Quelle: Wikipedia <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abfluss \" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abfluss <\/a>und\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volumenstrom\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volumenstrom<\/a><a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-19\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-20\"><strong><sup>[20]<\/sup><\/strong>Quelle: Wikipedia\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abfluss \" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abfluss<\/a><a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-20\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-21\"><strong><sup>[21]<\/sup><\/strong>Salzlandkreis: Zur Hochwasser-Situation im Salzlandkreis. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.salzlandkreis.de\/Salzlandkreis\/Aktuelles\/News\/Warnungen\/2013-06-03_hochwasser.htm\">Zur Hochwasser-Situation im Salzlandkreis<\/a> , zuletzt gepr\u00fcft am 04.06.2013<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-21\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-22\"><strong><sup>[22]<\/sup><\/strong>Webseite des Tiergartens Bernburg. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.tiergarten-bernburg.de\">Webseite des Tiergartens Bernburg<\/a>, zuletzt gepr\u00fcft am 21.06.2013<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-22\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-23\"><strong><sup>[23]<\/sup><\/strong>Bundesanstalt f\u00fcr Gew\u00e4sserkunde (2013): Datengrundlagen zur Einordnung und Bewertung hydrologischer Extreme. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/undine.bafg.de\/servlet\/is\/13861\/\">Bundesanstalt f\u00fcr Gew\u00e4sserkunde 2013<\/a>, zuletzt gepr\u00fcft am 30.06.2013<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-23\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-24\"><strong><sup>[24]<\/sup><\/strong>Wasserkraft Bernburg M\u00f6nchmeier GbR (2013): Hochwasser 2013: Neuer H\u00f6chstpegel wurde am 6. Juni verzeichnet, 07.06.2013. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.wasserkraft-bernburg.de\/2013\/06\/hochwasser-2013-neuer-hochstpegel-wurde-am-6-juni-verzeichnet\/\">Wasserkraft Bernburg M\u00f6nchmeier GbR<\/a>, zuletzt gepr\u00fcft am 28.06.2013<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-24\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-25\"><strong><sup>[25]<\/sup><\/strong>Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.pegelonline.wsv.de\/\">PegelOnline<\/a><a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-25\">&#x21A9;<\/a><\/li>\n\t<li class=\"footnote\" id=\"bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-26\"><strong><sup>[26]<\/sup><\/strong>Pr\u00fcfung per Android-Browser Dolphin am 21.06.2013 21:00 Uhr<a class=\"note-return\" href=\"#to-bernburg-hochwasser-2013-teil1-n-26\">&#x21A9;<\/a><\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hochwasserereignis 2013 war weder eine &#8220;unvorhersehbare&#8221; Katastrophe, noch handelte es sich um ein &#8220;Jahrtausendhochwasser&#8221;. Mit dem Sommerhochwasser 2013 ging ein relativ hochwasserarmer 65-j\u00e4hriger Zeitabschnitt an der Saale zu Ende. Das Hochwasser 2013 kam nicht \u00fcberraschend. Die eingetretene klimatische und hydrologische Situation war als Ausl\u00f6ser f\u00fcr Katastrophenhochwasser der Saale bekannt und in der einschl\u00e4gigen Literatur &hellip; <a href=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2013\/07\/02\/bernburg-hochwasser-2013-teil1\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser &#8211; die Saaleflut 2013 &#8211; Teil I<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1638,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,45],"tags":[48],"class_list":["post-1544","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-oeko","tag-hochwasser"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1544","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1544"}],"version-history":[{"count":117,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1544\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1868,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1544\/revisions\/1868"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}