{"id":139,"date":"2011-06-04T08:00:43","date_gmt":"2011-06-04T06:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/?p=139"},"modified":"2011-06-04T14:33:23","modified_gmt":"2011-06-04T12:33:23","slug":"mz-artikel-vom-04-06-2011-zeit-fur-neue-formen-des-wohnens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2011\/06\/04\/mz-artikel-vom-04-06-2011-zeit-fur-neue-formen-des-wohnens\/","title":{"rendered":"MZ-Artikel vom 04.06.2011 &#8211; Zeit f\u00fcr neue Formen des Wohnens"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_146\" aria-describedby=\"caption-attachment-146\" style=\"width: 548px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/mz-artikel-06.04.2011-bild.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-146\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/mz-artikel-06.04.2011-bild.jpg\" alt=\"Olaf B\u00f6hlk w\u00fcnscht sich eine Sanierung der alten Bernburger Bergstadt, des letzten mittelalterlichen Stra\u00dfenraums. FOTO: ENGELBERT P\u00dcLICHER \" width=\"548\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/mz-artikel-06.04.2011-bild.jpg 548w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/06\/mz-artikel-06.04.2011-bild-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 548px) 100vw, 548px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-146\" class=\"wp-caption-text\">Olaf B\u00f6hlk w\u00fcnscht sich eine Sanierung der alten Bernburger Bergstadt, des letzten mittelalterlichen Stra\u00dfenraums. FOTO: ENGELBERT P\u00dcLICHER <\/figcaption><\/figure>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Zeit f\u00fcr neue Formen des Wohnens<\/h1>\n<h2>STADTENTWICKLUNG Olaf B\u00f6hlk sorgt sich um einen sensiblen Bereich der alten Bernburger Bergstadt. Die Freiheit mit ihren Fachwerkh\u00e4usern ist der letzte mittelalterliche Stra\u00dfenzug.<\/h2>\n<p>VON HEIKO WIGRIM<\/p>\n<p><strong>BERNBURG\/MZ<\/strong> &#8211; Der &#8220;Fokus Saale&#8221; und die Vorhaben der Verwaltung in dem sensiblen Stadtbereich haben die Diskussion in Bernburg angeregt. Gedanken \u00fcber die Gestaltung des Bereiches hat sich auch Olaf B\u00f6hlk gemacht. &#8220;Mit meiner Publikation habe ich mich sehr intensiv mit der Bernburger Stadtgeschichte und dem Bernburger Stadtgrundriss besch\u00e4ftigt.&#8221; Somit habe er seit Jahren schon einen Blick auf den Bereich der Freiheit und der unteren Langen Stra\u00dfe geworfen.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Was in Bernburg fehlt, ist ein Angebot zur alternativen Kultur.&#8221;\u00a0Olaf B\u00f6hlk<\/p>\n<p><!--more--><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Zustand dort werfe die Frage auf, was mit dem Stadtviertel geschehen soll und welche Bedeutung es k\u00fcnftig f\u00fcr Bernburg spielen k\u00f6nne. Es gehe ihm nicht darum, fertige L\u00f6sungen anzubieten, &#8220;es ist aber wichtig, dass man sich erst einmal Gedanken darum macht.&#8221;<\/p>\n<p>Die Verwaltung habe angek\u00fcndigt, dort Baul\u00fccken zu schaffen. &#8220;Dies geschieht in dem Glauben, dass man Wohngebiete in der Innenstadt aufwerten kann, indem man sie auflockert.&#8221; Ob dies dort an der Freiheit erfolgreich sein k\u00f6nne, sei ungewiss. &#8220;Es handelt sich dabei um den letzten mittelalterlichen Stra\u00dfenraum in Bernburg, der in seinem urspr\u00fcnglichen Grundriss noch vorhanden ist.&#8221; Werde der Bereich abgerissen, verliere er sein jetziges Flair.<\/p>\n<h3>Interessanter Stadtgrundriss<\/h3>\n<p>Bernburg besitze einen interessanten und seltenen Stadtgrundriss. W\u00e4hrend sich in anderen St\u00e4dten alles um einen zentralen Marktplatz gruppiere, gebe es in Bernburg gleich vier historische Stadtzentren. Dazu geh\u00f6ren die Talstadt mit Alt- und Neustadt, die Bergstadt mit dem Bereich am Karlsplatz sowie den Schlossbereich. &#8220;Das macht es schwierig, die Stadt als Ganzes zu f\u00f6rdern.&#8221;<\/p>\n<p>Wichtig ist nach B\u00f6hlks Ansicht, die Ideen und Vorschl\u00e4ge der Bernburger in die Entwicklung eines solch wichtigen historischen Stadtbereiches mit einzubeziehen. Die Stadt habe ja aus ihrer Geschichte als Residenzstadt heraus keine gro\u00dfen Erfahrungen, wie eine Stadt von ihren B\u00fcrgern selbst verwaltet wird. Das Engagement der Leute sei auch heute noch zu gering. &#8220;Dies wird dann kompliziert, wenn Bernburg mit Problemen wie dem demographischen Wandel konfrontiert wird.&#8221;<\/p>\n<p>In der Stadt sei schon viel Geld investiert worden, um f\u00fcr bestimmte Bev\u00f6lkerungsgruppen eine Infrastruktur zu schaffen. Es gebe hervorragende Kindereinrichtungen, das Freizeitangebot f\u00fcr Familien sei sehr gut. &#8220;Was in Bernburg fehlt ist ein Angebot zur alternativen Kultur.&#8221; Es sei besonders auff\u00e4llig, wenn man mit Studenten spreche, dass diese sich von den vorhandenen Angeboten \u00fcberhaupt nicht angesprochen f\u00fchlen. &#8220;Da scheint es eine gro\u00dfe L\u00fccke zu geben.&#8221;<\/p>\n<h3>Alternatives Wohnangebot<\/h3>\n<p>Und genau da komme der Bereich der Freiheit ins Spiel. &#8220;W\u00e4re es nicht m\u00f6glich, dort beispielsweise ein alternatives Wohnangebot f\u00fcr Studenten in der Innenstadt anzubieten?&#8221; Ein \u00e4hnliches Projekt gebe es bereits in Merseburg, dort sei ein neues Szene- und Studentenviertel entstanden. Alternative Wohnangebote f\u00fcr Studenten bedeute, im Bereich Freiheit nicht gleich alles h\u00f6chstmodern zu sanieren, sondern zun\u00e4chst die Substanz zu sichern. &#8220;Das hei\u00dft, die D\u00e4cher zu erneuern und die Statik zu sichern.&#8221; Dann k\u00f6nnten dort -bezahlbar f\u00fcr Studenten &#8211; Wohnungen und Wohngemeinschaften eingerichtet werden. Somit werde die Nutzung an die vorhandene Substanz angepasst. Schrittweise k\u00f6nne dann die Sanierung weitergef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Das Viertel fit f\u00fcr den Markt zu machen, wie man aus den Verlautbarungen der Stadt herauslesen k\u00f6nne, w\u00fcrde bedeuten, massive Eingriffe in die Struktur des Viertels vorzunehmen, um den Bereich f\u00fcr Investoren interessant zu machen. Es komme vielmehr darauf an, dort langsam und behutsam vorzugehen und nicht die Spitzhacke anzusetzen. &#8220;Wer die Freiheit abrei\u00dft, der bricht der Stadt das R\u00fcckgrat.&#8221; An der Freiheit m\u00fcsse mehr passieren, als nur das Wohnen. W\u00fcrden dort Studenten wohnen, k\u00f6nnte sich auch eine alternative Kultur entwickeln.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nne nicht nur von Studenten etwas erwarten, sondern m\u00fcsse ihnen auch etwas anbieten, wenn sie zur Belebung der Stadt beitragen sollen. Wohnen in der Innenstadt bedeute aber auch, dass dann das Verkehrsproblem f\u00fcr die Studenten gel\u00f6st werden m\u00fcsse.<\/p>\n<h3>Kreative K\u00f6pfe in der Stadt halten<\/h3>\n<p>Erfolg f\u00fcr die Entwicklung der Bernburger Innenstadt sieht B\u00f6hlk nur, wenn es gelinge, die Bereitschaft zu entwickeln, auch in Experimentelles zu investieren. So k\u00f6nnten kreative K\u00f6pfe in der Stadt gehalten werden. Das komme bislang zu kurz. Nicht nur die Stadt, auch die mittelst\u00e4ndische Wirtschaft m\u00fcsse erkennen, dass im eigenen Interesse der demografischen Entwicklung entgegengewirkt werden k\u00f6nne und m\u00fcsse. Dies, so B\u00f6hlk, k\u00f6nne mittels einer Stiftung geschehen. So sei es m\u00f6glich, auch Bereiche wie die Freiheit f\u00fcr Investoren interessant zu machen. &#8220;Man kann hier nicht alles abrei\u00dfen, was einem nicht passt.&#8221; Abriss und Schrumpfen der Stadt m\u00fcssten von au\u00dfen passieren.<\/p>\n<p>&#8220;1050 Jahre Bernburg sollten nicht nur Anlass auf einen R\u00fcckblick sein, sondern auch auf einen Blick darauf, wie sich die Stadt in den n\u00e4chsten 50 Jahren entwickeln soll.&#8221; Dazu sei die Beteiligung der B\u00fcrger immens wichtig. Und dazu geh\u00f6re die n\u00f6tige Zeit, \u00fcber die verschiedenen Aspekte zu diskutieren. Nicht der Druck der F\u00f6rdermittel sollte den zeitlichen Ablauf bestimmen.<\/p>\n<h3>Anregung zur offenen Debatte<\/h3>\n<p>Seine Vorschl\u00e4ge sieht B\u00f6hlk nicht als die eine L\u00f6sung an. &#8220;Sie sollen Anregung sein, sich mit der Entwicklung im Bereich Freiheit, Saalplatz und der unteren Langen Stra\u00dfe auseinander zu setzen.&#8221; Geht es nach Olaf B\u00f6hlk, so sollten sich B\u00fcrger, Verwaltung und Eigent\u00fcmer an einen Tisch setzen und nach gangbaren L\u00f6sungen f\u00fcr das Stadtviertel suchen. Dabei sollten auch neue Wege beschritten und neue Ideen betrachtet werden.<\/p>\n<p><a title=\"MZ-Kommentar vom 06.04.2011\" href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2011\/06\/04\/mz-kommentar-vom-06-04-2011\/\">-&gt; Kommentar von Carsten Steinborn<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Olaf B\u00f6hlk w\u00fcnscht sich eine Sanierung der alten Bernburger Bergstadt, des letzten mittelalterlichen Stra\u00dfenraums. 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