{"id":1045,"date":"2011-11-16T14:00:20","date_gmt":"2011-11-16T13:00:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/?p=1045"},"modified":"2013-11-19T19:19:09","modified_gmt":"2013-11-19T18:19:09","slug":"mittelkurzung-burgerschaftliche-verantwortung-fur-kultur-wachst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/2011\/11\/16\/mittelkurzung-burgerschaftliche-verantwortung-fur-kultur-wachst\/","title":{"rendered":"Mittelk\u00fcrzung: B\u00fcrgerschaftliche Verantwortung f\u00fcr Kultur w\u00e4chst"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1046\" aria-describedby=\"caption-attachment-1046\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/11\/theater-bernburg-fassadendetail.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1046\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/11\/theater-bernburg-fassadendetail-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/11\/theater-bernburg-fassadendetail-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/11\/theater-bernburg-fassadendetail-447x300.jpg 447w, https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/files\/2011\/11\/theater-bernburg-fassadendetail.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1046\" class=\"wp-caption-text\">Nicht die Akropolis sondern das Bernburger Theater, aber auch hier drohen K\u00fcrzungen aufgrund des demographischen Wandels<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der heutigen Ausgabe berichtet der Lokalteil der Mitteldeutschen Zeitung \u00fcber die bedrohliche Lage f\u00fcr die Zukunft der Neugatterslebener \u00d6kostation.<\/p>\n<p>Gleichzeitig bildet die auf Landesebene geplante <a title=\"MZ-Artikel: Es geht um viel\" href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/servlet\/ContentServer?pagename=ksta\/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1321007821391\" target=\"_blank\">Mittelk\u00fcrzung f\u00fcr Theater und Orchester<\/a> ein zentrales Thema im \u00fcberregionalen Teil des Blattes.<br \/>\nNun zeichnet sich ab, was Konsolidierung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wirklich bedeutet.<!--more--> Aber das, was wir jetzt erleben ist nur der Anfang eines Prozesses, der seinen H\u00f6hepunkt erst nach dem Jahr 2020 erreichen wird.<\/p>\n<p>Schon in einem Interview vom 17.03.2010 in <a title=\"Zeiot-Artikel: Ein demokratisches Gemeinwesen lebt von Chancengleichheit\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-03\/Aufbau-ost-interview\/komplettansicht\" target=\"_blank\">der Onlineausgabe der Zeit<\/a> brachte der Finanzexperte Prof. Dr. Thomas Lenk, Direktor des Instituts f\u00fcr \u00f6ffentliche Finanzen und Public Management der Universit\u00e4t Leipzig, die Problematik auf den Punkt:<\/p>\n<p><em>&#8220;Im Moment k\u00f6nnen die ostdeutschen Bundesl\u00e4nder wegen der Solidarpaktzahlungen pro Einwohner etwa 20 bis 25 Prozent mehr Geld ausgeben als die anderen Fl\u00e4chenl\u00e4nder. Dieses Geld wird ab 2020 definitiv fehlen. Ostdeutschland wird dann pro Kopf etwa zehn Prozent weniger ausgeben k\u00f6nnen als der Durchschnitt. Zugleich haben die L\u00e4nder oder Kommunen kaum M\u00f6glichkeiten, ihre Ausgaben einzuschr\u00e4nken. Lediglich im Bereich der freiwilligen Aufgaben, etwa in der Kultur- und Sportf\u00f6rderung, haben sie ein wenig Spielraum; auch werden die Leistungen im Sozialbereich sicher auf den Pr\u00fcfstand kommen. Ich erwarte, dass L\u00e4nder und Kommunen gezwungen sein werden, insbesondere in diesen Bereichen Leistungen zu kippen, die wir heute als Standard empfinden.&#8221;<\/em><\/p>\n<p><em><\/em>Ein zentrales Thema der n\u00e4chsten Jahre beginnt sich nun abzuzeichnen, n\u00e4mlich die immer intensiver werdenden Verteilungsk\u00e4mpfe um die &#8211; auch durch demographische Faktoren bedingt &#8211; knapper werdenden Ressourcen.<\/p>\n<p>Was Sparzw\u00e4nge bedeuten k\u00f6nnen wird uns, sicher in drastischer Form, derzeit in L\u00e4ndern wie Griechenland vor Augen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Doch sind wir uns wirklich sicher, dass die Struktur unseres Bundeslandes und unserer Stadt wirklich auf einen der gr\u00f6\u00dften gesellschaftlichen Wandlungsprozesse der Neuzeit ausreichend vorbereitet wurde?<\/p>\n<p>Problematisch ist dabei, dass sich die zuk\u00fcnftige Dramatik nicht klar abzeichnet. Nach wie vor pr\u00e4gen Projekte aus schuldenfinanzierten Konjunkturpaketen sie \u00f6ffentliche Wahrnehmung &#8211; \u00fcberall wird gebaut und expandiert, scheinbares Wachstum, wohin das Auge blickt.<\/p>\n<p>Die Frage in der Zukunft wird aber sein: Welche Leistung f\u00e4llt weg? Welches Theater, welche Schule, welche \u00f6ffentliche F\u00f6rderung wird gestrichen oder welcher Stadtteil wird aufgegeben und wof\u00fcr?<\/p>\n<p>Und hier kann man auch Hoffnung sch\u00f6pfen, denn die Notwendigkeit demokratischer Mitbestimmung wird klarer als in den letzten 20 Jahren der bl\u00fchenden Landschaften auf Pump.<\/p>\n<p>Jeder sollte sich nun fragen: Was ist mir wichtig? Was will ich und wie soll meine Stadt, mein Land und meine soziale und kulturelle Lebensumwelt in Zukunft aussehen.<\/p>\n<p>Wo nicht mehr \u00f6ffentlich gestaltet werden kann, ist die Kreativit\u00e4t und das Engagement des Einzelnen mehr denn je gefragt.<\/p>\n<p>Hier liegt, bei aller sich abzeichnenden Dramatik, auch eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine positive zuk\u00fcnftige Entwicklung.<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der heutigen Ausgabe berichtet der Lokalteil der Mitteldeutschen Zeitung \u00fcber die bedrohliche Lage f\u00fcr die Zukunft der Neugatterslebener \u00d6kostation. Gleichzeitig bildet die auf Landesebene geplante Mittelk\u00fcrzung f\u00fcr Theater und Orchester ein zentrales Thema im \u00fcberregionalen Teil des Blattes. Nun zeichnet sich ab, was Konsolidierung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wirklich bedeutet.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1046,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,46,25],"tags":[22],"class_list":["post-1045","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-kultur","category-lokalpolitische-szene","tag-stadtkultur"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1045","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1045"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1045\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1051,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1045\/revisions\/1051"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.boehlk.eu\/bernburger-freiheit\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}